Zwei starke Erdbeben erschüttern China ⋆ Nürnberger Blatt

Seismograph zeichnet Erdbeben auf

Zwei starke Erdbeben haben Westchina am Freitag erschüttert. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua starben laut Behörden zwei Menschen bei einem Beben der Stärke 6,1 im Südwesten von Yunnan, und mindestens 22 weitere Menschen wurden verletzt. Einige Stunden später wurde die dünn besiedelte Region Qinghai im Nordwesten des Landes von einem Beben der Stärke 7,3 heimgesucht. Die Medien haben dort zunächst keine Opfer gemeldet.

Laut Xinhua wurden in beiden Regionen Rettungskräfte eingesetzt. In den Medien veröffentlichte Videos zeigten schwankende und fallende Deckenlampen und Menschen, die vor Angst nach draußen rannten. Das chinesische Erdbebenwarnzentrum forderte die Bevölkerung auf, sich von Gebäuden fernzuhalten.

Erdbeben sind in China häufig, insbesondere in den Bergregionen im Westen und Südwesten des Landes. In der Region um die Provinz Yunnan, in der mehr als 100.000 Menschen leben, treffen sich die indischen und eurasischen Platten. Im Oktober 2014 wurden dort bei einem Erdbeben der Stärke 6,0 Hunderte von Menschen verletzt, und mehr als 100.000 verloren ihr Dach über dem Kopf. Im Jahr 2008 starben bei einem Erdbeben der Stärke 7,9 insgesamt 87.000 Menschen in der südwestlichen Provinz Sichuan. Im Jahr 2010 starben in der Provinz Qinghai rund 3.000 Menschen bei einem Erdbeben der Stärke 6,9.

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