Wird das Aufladen von E-Autos endlich einfach?

(Symbolfoto: pixa)

Das Aufladen von E-Autos sollte eigentlich genauso einfach sein wie das Aufladen des Handys: Anstecken, aufladen und GG-Wette besuchen, wenn der Akku gerade leer war. Im Prinzip sollte es so einfach sein, wie bei einem herkömmlichen Auto zu tanken. Innerhalb weniger Minuten haben Sie genug Kraftstoff, um die nächsten 500 km zurückzulegen. Doch so einfach ist das noch nicht – es sei denn, Sie haben eine eigene Ladestation. Eine eigene Ladestation wird sich jedoch auf Dauer nicht lohnen.

Der Ladestrom an privaten Ladestationen ist begrenzt

So wunderbar moderne und zukunftsweisende Elektroautos erscheinen, gibt es einen Nachteil. Laden zu viele Menschen gleichzeitig ihr E-Auto, wird das Stromnetz überlastet. Das haben Stromnetzbetreiber bereits gemerkt, daher sollte der Ladestrom für eine separate Ladestation gedrosselt werden. Nur 11 KW könnten zu viel sein, wenn mehrere E-Autos gleichzeitig geladen werden. Um eine Überlastung und den damit verbundenen weit verbreiteten Stromausfall zu vermeiden, sollte der Ladestrom entsprechend reduziert werden.

Im Umkehrschluss bedeutet dies eine längere Ladezeit für Ihr E-Auto. Vergleichbar damit, zur Tankstelle zu fahren und nur 8 Liter tanken zu dürfen. Mit den 8 Litern kommt man natürlich nicht so weit. Vielleicht ist der Tankwart nett und schlägt vor, das Auto für ein paar Stunden an der Tankstelle stehen zu lassen, damit es nach und nach die 8 Liter portionsweise tanken kann. Bisher waren private Ladestationen die perfekte Möglichkeit, sein Auto einfach über Nacht aufzuladen. Öffentliche Ladestationen sind jedoch nicht von der Ladestromrationierung betroffen.

Laden an öffentlichen Ladestationen

Das Aufladen von E-Autos an öffentlichen Ladestationen ist bisher relativ kompliziert. Sie konnten Ihr E-Auto nur mit einem QR-Code, einer App oder einer Ladekarte aufladen. Aral ist heute der Pionier einer sogenannten Plug & Charge-Ladestation. Die Authentifizierung erfolgt vollautomatisch, sodass Sie Ihr E-Auto innerhalb weniger Minuten wie ein herkömmliches Auto aufladen und weiterfahren können. In Stuttgart wurde die erste Plug & Charge Ladestation getestet, die E-Autos mit 350 kW nahezu in Lichtgeschwindigkeit auflädt. Nun sollen bundesweit an allen Aral Tankstellen solche Plug & Charge Ladestationen installiert werden, um Fahrern von E-Autos höchsten Komfort beim Tanken zu bieten. Das Aufladen von E-Autos wird endlich einfach.

Sind Plug & Charge Ladestationen sinnvoll?

Aus Sicht des einfacheren Ladens von E-Autos sind solche Plug & Charge Ladestationen durchaus sinnvoll. Gerade angesichts der Rationierung für Ladestrom an der eigenen E-Tankstelle lohnt sich der Kauf kaum. Mit einer eigenen Ladestation sind Sie unabhängiger und laden Ihr E-Auto etwas günstiger als an einer öffentlichen Ladestation. Aber selbstverständlich können Sie bei längeren Fahrten keine eigene Ladestation mitnehmen. Je schneller Sie Ihr E-Auto unterwegs laden können und je weiter verbreitet Plug & Charge Ladestationen sind, desto besser. Allerdings sollte auch die andere Seite der Medaille beachtet werden.

Wenn Stromnetzbetreiber bereits vor einer Überlastung des Stromnetzes warnen, wäre theoretisch auch das Stromnetz mit Plug & Charge-Ladestationen langfristig überlastet. Stromnetzbetreiber haben nicht so viel Niederspannungsreserve, um noch höhere Anforderungen zu erfüllen. Dabei wurden die Stromnetze bereits an die wachsende Nachfrage nach E-Mobilität angepasst. Das Problem bei der Geschichte mit E-Autos und dem bestehenden Stromnetz ist die angedachte Energiewende mit dem kompletten Ausstieg Deutschlands aus Kohle- und Atomkraftwerken. Da Kohle- und Kernkraftwerke bereits nacheinander abgeschaltet werden und im eigenen Bundesnetz nicht genügend Strom vorhanden ist, muss Strom aus dem Ausland bezogen werden, zB aus Tschechien oder Polen.

Die Frage der Effizienz

Es gibt sogenannte nachhaltige Möglichkeiten der Stromerzeugung:

  • Solarparks
  • Wasserkraftwerke
  • Windräder

Solarenergie scheint die perfekte Option zu sein, aber sie ist nur 20 % effizient. Im Vergleich dazu ist der Wirkungsgrad von fossilen Energien oder Kernkraft mit 35 – 45% deutlich höher. Außerdem liegt Deutschland nicht unbedingt in einem Teil der Welt, in dem die Sonne immer scheint. Am besten können Sie im Sommer Sonnenenergie nutzen – solange der Sommer nicht zu regnerisch und bedeckt ist. Wind- und Wasserkraft sind bereits effektiver als Sonnenenergie. Aber auch diese Energieformen sind stark wetterabhängig. Wenn das ganze Land komplett auf sogenannte erneuerbare Energien umstellt, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren, wird es kaum möglich sein, eine kontinuierliche Stromversorgung zu gewährleisten. Schon gar nicht angesichts des noch höheren Strombedarfs von E-Autos.

Auch darf nicht vergessen werden, dass überall dort, wo solche Erneuerbare-Energien-Kraftwerke errichtet werden, in die Natur eingegriffen wird. Solarparks erlauben keine Bewässerung des Bodens unter ihnen, was zum Absterben von Pflanzen beiträgt. Windkraftanlagen töten jedes Jahr 440.000 Vögel, und auch Insekten fallen den Rotoren zum Opfer, während sie die Luftströmungen verändern. Wasserkraftwerke verändern die Strömung von Flüssen, was sich wiederum negativ auf das Grundwasser auswirkt. Solche Energien sind erneuerbar, aber zu welchem ​​Preis? Derzeit ist es das Ziel Deutschlands, dass bis zum nächsten Jahrzehnt jeder ein Elektroauto fährt. Die Realität ist jedoch bei weitem nicht realisierbar.

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