Weißer Löwe darf nicht bei Privatbesitzern in Sachsen-Anhalt ⋆ Nürnberger Blatt wohnen

Die Justitia - ein Symbol für Rechtsstaatlichkeit
Die Justitia – ein Symbol für Rechtsstaatlichkeit

Nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Sachsen-Anhalt in Magdeburg darf der weiße Löwe “Moyo” nicht bei seinem privaten Eigentümer bleiben. Laut Aussage vom Donnerstag befand das Gericht, dass ein Verbot der Aufbewahrung und Pflege des Eigentümers legal sei. Die ausgewachsene Großkatze wurde nicht in einem dem Tierschutz zu kleinen Gehege gehalten, das Gericht begründete ihre Entscheidung.

Dementsprechend betrug der kombinierte Innen- und Außenkäfig auf dem Grundstück des Eigentümers nur 80 Quadratmeter. Was jedoch benötigt wird, sind mindestens 200 Quadratmeter. Die Unterbringung von “Moyo” läuft “gegen die Natur des Tieres”, ist “gegen den Instinkt” und wird vom Löwen als “lebensfeindlich” wahrgenommen. Laut OVG ist das Wohl der Großkatze besonders gefährdet.

Selbst wenn das Tier derzeit kein abnormales Verhalten zeigt, sind die Auswirkungen der Unterbringungsbedingungen auf sein Verhalten “nur eine Frage der Zeit”. Die „persönlichen Interessen“ des Eigentümers müssen beim Schutz des Tierschutzes an zweiter Stelle stehen. Die OVG bestätigte am 23. Dezember eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts in Magdeburg. Die private Haltung von Großkatzen ist in Sachsen-Anhalt grundsätzlich gestattet.

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