Was kaum jemand über die Karibikinsel weiß

Straßenmusiker in Havanna, Kuba. ((Symbolfoto: https://pixabay.com/de/photos/havanna-kuba-musik-lebensgef%c3%bchl-2256329/)

Die Corona-Krise hat die Tourismusbranche hart getroffen. Reisen zu touristischen Zwecken werden seit Beginn der Krise erschwert oder unmöglich gemacht. Obwohl die Pandemie noch nicht vorbei ist, will die Mehrheit aller Deutschen 2021 verreisen. Im kommenden Winter zum Beispiel flirten viele Verbraucher mit Urlaub in der Sonne. Neben der Türkei sind vor allem die karibischen Inseln wie Kuba beliebte Reiseziele bei Winterurlaubern. Als größter Inselstaat der Karibik ist das Land nicht nur für exzellenten Rum und die besten Zigarren der Welt bekannt. Auch historisch und architektonisch hat Kuba einiges zu bieten. Außerdem gibt es einiges an Kuriositäten rund um den Karibikstaat – die ideale Einstimmung auf eine geplante Kuba-Reise!

1. Castelar und die kubanische Zigarrenplatte

Wenn man an Kuba denkt, kommt man kaum um den Gedanken an aromatische Zigarren herum. Das Land exportiert jährlich über 250 Millionen Stück. Typischerweise sind handgemachte Zigarren aus Kuba stark gerollt, haben einen starken Charakter und zeichnen sich durch würzige Aromen mit starkem Charakter aus. Begleitet von einem perfekt passendes Getränk sie schmecken umso intensiver. Kein Wunder, dass sich so viele Mythen und Legenden um die Genussartikel ranken.

Kaum ein anderes Land hat berühmtere Zigarrenroller als die Karibikinsel. Einer von ihnen ist José “Cueto” Castelar. 2011 stellte der Kubaner einen aromatischen Weltrekord auf. Damals rollte er eine 81,8 Meter lange Zigarre von Hand und schaffte es zum fünften Mal in Folge ins Guinness-Buch der Rekorde. Präsentiert wird das Riesenstück auf der Tourismusmesse Havanna. Castelar arbeitet schon lange an einem neuen Album. Seine nächste Zigarre soll die 100-Meter-Marke knacken.

2. Keine Coca Cola in Kuba?

Gibt es überall auf der Welt eine coole Coca Cola? Nicht ganz. Kuba ist neben Nordkorea das einzige Land, in dem das Getränk nicht zu kaufen ist. Statt der Marke gibt es im Inselstaat nur Tukola: eine Cola-Imitation der Getränkemarke Ciego Montero (Teil von Nestlé). Grund dafür ist ein US-Wirtschaftsembargo, das Kuba den Import erschwert. Die Marke kann nur über Drittländer importiert werden.

3. Handys verboten

Hierzulande ist das Handy seit der digitalen Revolution fester Bestandteil des Alltags. Sie navigieren, bezahlen, arbeiten, spielen, recherchieren und kommunizieren damit. Was wäre der Alltag ohne das Gerät? Ein Blick auf Kuba kann diese Frage beantworten. Bis 2008 waren im karibischen Inselstaat private Handys verboten.

Wer ein Handy besitzen wollte, musste bei den Behörden eine Sondergenehmigung beantragen. Die Beschränkungen der privaten Handy- und Internetnutzung wurden erst aufgehoben, als Raúl Castro Staatsoberhaupt wurde. Bis heute haben die meisten Häuser keinen eigenen Internetzugang. Anschlüsse bestehen hauptsächlich an öffentlichen Plätzen und kosten bei der Nutzung Geld.

4. Kostenlose Operation zur Geschlechtsumwandlung

Auf der ganzen Welt wächst die LGBT-Community unaufhaltsam. Dies ist den Gruppen und Einzelpersonen zu verdanken, die sich für die Rechte ihrer Mitglieder einsetzen. Dafür hat sich die Tochter von Raúl Castro in Kuba eingesetzt. Kurz nach der kubanischen Revolution war es für die LGBT-Community alles andere als einfach und galt damals als konterrevolutionär. Oftmals landeten Mitglieder der Bewegung in Arbeitslagern. Erst später erklärte Revolutionsführer Castro die Verfolgung für rechtswidrig. Heutzutage sind in dem karibischen Land nicht nur Gay-Pride-Paraden erlaubt. Chirurgische Geschlechtsumwandlungen sind nun auch in Kuba erlaubt. Und das kostenlos: Die Eingriffe sind in der kostenlosen Gesundheitsversorgung für Kubaner enthalten. Transsexuelle haben es im Inselstaat noch leichter als hierzulande.

5. Gesundheitsversorgung in der Karibik

Andere karibische Länder können nur staunen! Wenn es um die medizinische Versorgung geht, ist Kuba mehr als ein fortschrittliches Land. Zahlreiche ausgezeichnete Ärzte, staatliche Gesundheitsdienste und medizinische Durchbrüche wie z neu entwickelte Impfstoffe sind im Inselstaat an der Tagesordnung. Dies liegt vor allem an der hervorragenden Hochschulausbildung, die Ärzte in Kuba erhalten. Kein Wunder, dass die ältesten Menschen der Welt Kubaner sind. Im Jahr 2005 waren über 1.800 Kubaner über 100 Jahre.

6. Alte Autos

(Symbolfoto: Pixabay)

Die Straßen Havannas sind mit bunten Hausfassaden, karibischen Klängen und bunten Oldtimern aus den 40er und 50er Jahren auf der ganzen Welt verbunden. Letztere gibt es in Kuba reichlich. Der Grund dafür ist die Geschichte des Landes. Nach der Revolution brachen die Beziehungen zwischen Kuba und den westlichen Ländern ab. Der Inselstaat musste mit dem, was er bis dahin hatte, leben, denn der Import war stark reguliert. Die Einfuhr von Fahrzeugen unterliegt bis heute strengen Vorschriften.

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