Was haben die italienische Mafia und die PKK gemeinsam?

(Archivfoto: nex24)

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel

Zwei weit verzweigte europaweite Netzwerke haben sich wie ein Tintenfisch über ganz Europa ausgebreitet. Organisierte Kriminalität und Terror stellen auch heute noch eine große Bedrohung für die Welt dar, insbesondere für Deutschland, denn das Land selbst ist ein Eldorado für die Mafia und die

Zwei weit verzweigte europaweite Netzwerke haben sich wie ein Tintenfisch über ganz Europa ausgebreitet. Organisierte Kriminalität und Terror gehören auch heute noch dazu Größe Gefahr für die Welt, vor allem für Deutschland, denn das Land selbst ist ein Eldorado für die Mafia und PKK ist. Dieser Oktopus kann nicht mehr über Nacht aufhören zu arbeiten. Sie haben sich in Deutschland längst unter dem Deckmantel der Unschuld oder der modernen Gesellschaftsform in Politik und Gesellschaft etabliert.

Das Land Nordrhein-Westfalen zum Beispiel ist ein Paradies für Mafia und PKK. Es gibt gut organisierte Kriminalitätsstrukturen mit Scheingeschäften, Erpressungen oder Schutzgeldern Drogenhandel In diesem bevölkerungsreichsten Wirtschaftsraum werden jedes Jahr Millionen, ja Milliarden umgesetzt und über Zwischenhändler ins Ausland gebracht, um es dort abzuwaschen und damit illegale Geschäfte zu machen oder Terrorismus zu finanzieren.

Die im noch strukturschwachen Sizilien und Kalabrien beheimatete Mafia hat die Kriminalität seit Jahrhunderten ritualisiert. Die PKK, die erst seit den 1980er Jahren einen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat führt, rekrutierte im strukturschwachen Südosten der Türkei Mitglieder, um für einen kurdischen Staat zu kämpfen.

Mit der Zuwanderung von Gastarbeitern kamen Schritt für Schritt auch die Mafia und die PKK nach Deutschland und werden bis heute zentral aus dem Ausland gesteuert. Dies erweist sich bei der Aufklärung schwerer Straftaten in Deutschland als äußerst schwierig. Verrat an der Sache wird von der Mafia ebenso wie von der PKK, fernab staatlicher Gerichtsbarkeit, auch in Deutschland hart bestraft. Zeugen melden sich normalerweise nicht, aus Angst, Verräter in Beton zu stecken oder in einem Keller zu verbluten.

Einblicke in die Welt der Mafia und der PKK sind daher nur eingeschränkt verfügbar. Wenn jemand etwas innerhalb der Mafia oder der PKK getan hat, wird darüber protokolliert. Dann wird es in einem Ausschuss behandelt und Maßnahmen beschlossen. Zentral genehmigt wird die Bestrafung von eigens in Mafiose eingeflogenen oder Kaderführern durchgeführt. Eine hochprofessionelle Organisation, die Deutschlands Behörden bis heute alt aussehen lässt. Natürlich wollen Regierung und Behörden nicht wahrhaben, dass Mafiose und Terroristen den Staat herausfordern und kommunizieren dies deshalb nicht so sehr in der Öffentlichkeit.

Auch nach über 40 Jahren hat sich nicht viel geändert. Unter dem Radar der Öffentlichkeit verändern sich diese organisierten Strukturen bis zu heute frei und ungestört in Deutschland. Mafiosis- und PKK-Mitglieder führen florierende Geschäfte. Kontrollieren sie bestimmte Stadtteile in Städten und werden hier nicht bezahlt, sind die Strafaktionen besonders brutal, um Nachahmer von vornherein abzuschrecken. Eine clevere Art, Menschen konform zu machen. Nach den Statuten dieser Organisationen lassen Betrug oder Verrat keine Ausnahme zu.

Erst der Mafia-Mord in Duisburg erschrak die Öffentlichkeit kurzzeitig aus dem Wachkoma, bei dem am 15. August 2007 sechs Menschen vor einem italienischen Restaurant mitten in Duisburg erschossen wurden. Aufgrund seiner Brutalität sorgte der Fall auch im Ausland für Aufsehen. Doch bald fiel ein Schleier darüber, weshalb bis heute wenig durchgesickert ist.

Die PKK hingegen begann schon sehr früh, Reden zu halten. Am 25. Februar 1986 war es Kürşat Timuroğlu, ein türkischer Linker und Oppositioneller und Mitbegründer der Devrimci Demokrasi Kürt Derneği (DDKD) und Anführer der von der PKK ermordeten Dev-Yol. Zwei Monate zuvor hat die PKK ihre Parteigenossen in Paris liquidiert Mustafa ahbaz. Erst in diesem Zusammenhang und viel zu spät erkannten die deutschen Sicherheitsbehörden, dass die PKK ihre politische Konkurrenz in Europa reihenweise ermordete.

Denn kurz vor dem Mord hatte die PKK in ihrem Zentralorgan angekündigt, jeden liquidieren zu wollen, der objektiv und subjektiv mit Kollaborateuren zusammenarbeitete. Allein zwischen 1985 und 1987 wurden in Europa Dutzende anderer türkischer Bürger, die Unterstützer linker türkischer Organisationen waren, ermordet, darunter: Mustafa Tanguner in Kopenhagen am 4. November 1985, Eyup Kemal Atsız in Kopenhagen am 23. Dezember 1985, Bülent Yaman in Lausanne am 30. Dezember 1985, Ramazan Adıgüzel in Hannover am 3. Mai 1987 und Ali Akagündüz in Paris am 16. Juni 1987.

Danach gab es noch andere weit blutigere Geschichten, an denen die PKK in Europa, aber auch in Deutschland beteiligt war. Die Morde an Zülfü Gök in Rüsselsheim im Juli 1984, Cetin Güngör in Stockholm am 2. November 1985, Mahmut Bilgili im Februar 1987 in Deventer, Cemal Işık am 19. Dezember 1994 in Wuppertal, Deniz Kılıç in Den Haag im November 1999, Hasan Özen in Wien am 18. April 2005 oder Bilal Dilek am 5. Januar 2006 in Belgien.

Besonders entsetzlich war der sogenannte „Bunkermord“ in Bremen im August 1999. Ein kurdisches Liebespaar wurde so brutal hingerichtet, dass selbst erfahrene Polizisten entsetzt waren. Die Liebenden hatten sich dem Beziehungsverbot der PKK widersetzt, weshalb sie nach der PKK-Doktrin getötet werden mussten.

Besonders pikant ist, dass dies auch heute noch so ist. In einem 2007 in Deutschland erschienenen Buch von Anja Flach mit dem Titel „Frauen in der kurdischen Guerilla“ findet sich folgende Passage, die den Schrecken der PKK manifestiert: „Um den Wiederaufbau der klassischen Frauenrolle in Kurdistan zu verhindern und Frauen Raum zur Entfaltung geben“, sah die PKK „keine andere Möglichkeit“, „als romantische Beziehungen ganz zu verbieten“.

Die 1998 in der Türkei getötete Deutsche Andrea Wolf, die zunächst mit der RAF sympathisierte, bevor sie in den Bergen der Südosttürkei Waffen gegen den türkischen Staat einsetzte, schrieb in ihr Tagebuch:

„Ich persönlich finde die Trennung und das klare Beziehungsverbot sehr angenehm. Ich habe mich gegenüber Männern noch nie so frei bewegen können, weil einfach klar ist: Es gibt eine Grenze. “

Heute gibt es in Nordsyrien den militanten PKK-Ableger, der mit feministischer Note die Europäer verführt, aber eine führende Rolle bei der Durchführung ethnischer Vertreibungen und Säuberungen in den umkämpften und kontrollierten Gebieten spielt.

Noch heute vertritt sich die PKK als Organisation für den Freiheitskampf, für die Freiheit der Frauen und Verteidigerin der Rechte der Völker. PKK-Ableger in Deutschland, Anhänger und Kommunalpolitiker, sogar Bundestagsabgeordnete sympathisieren mit dieser Idee, weil sie dem modernen Zeitgeist entspricht. Andererseits zeigen Zwangsabtreibungen, Schutzgelderpressungen, Mord oder das Beziehungsverbot deutlich, dass es sich nur um eine Terrororganisation handelt, die die Strukturen mit strengstem Patriarchat und ausgeprägten Hierarchien kontrolliert, die auch Morde befiehlt und ethnische Säuberungen außerhalb von die Zuständigkeit des Staates. Ihre deutschen Ableger zeichnen sich durch brutales Vorgehen gegen Andersdenkende, Kritiker und Andersdenkende aus. Ihre Rekrutierungsphrasen ähneln denen einer religiösen Sekte, die Versprechen und Glück versprechen, aber Tausende junger Menschen zu Komplizen machen und ins Unglück stürzen.

Obwohl PKK-Kaderführer bis heute in Serie verhaftet und vor Gericht gestellt wurden, hat sich im Unterbewusstsein ihrer Anhänger, Sympathisanten, Anhänger und Gruppen von Schlägern und Mördern ein irrationaler und völlig absurder Grundgedanke verbreitet: Begehe kein Unrecht. Wenn solche Unterstützer, Sympathisanten, Handlanger und Gruppen von Schlägern und Mördern mit solchen Deals oder Verbrechen in Verbindung gebracht werden, lehnen sie dies mit Abscheu und Empörung ab und erklären, dass sie keine schlechten Menschen sind und grundsätzlich ein selbstbestimmtes Leben in Frieden führen wollen führen. Die anderen hätten etwas Schlimmes getan, seien per se Rassisten oder Faschisten gewesen, die erklärt worden waren, international zu kämpfen, weshalb man nur mit der PKK sympathisieren oder deren Waffengebrauch verstehen konnte. Dies ist auch heute noch in Europa und Deutschland beliebt.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und geben nicht unbedingt die Sichtweise von nex24 wieder.


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