Verstärkung der UN-Friedensmission in der Zentralafrikanischen Republik kurz vor den Wahlen ⋆ Nürnberger Blatt

Vereinte Nationen / Blauhelme – Bild: Vereinte Nationen – Bild: UN Foto / Eric Kanalstein

Drei Tage vor den Präsidentschaftswahlen in der Zentralafrikanischen Republik erhielt die UN-Friedensmission Minusca Verstärkung im Land. 300 Soldaten mit blauem Helm aus Ruanda seien von ihrer UN-Mission im Südsudan in die Zentralafrikanische Republik umgesiedelt worden, teilte Minusca am Donnerstag im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die zusätzlichen Soldaten sind Teil eines “integrierten Plans zur Sicherung der Wahlen”.

Die Einheiten Ruandas sollen bis zum Ende des Wahlprozesses bleiben, sagte Minusca-Sprecher Abdoulaziz gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Soldaten aus Ruanda sind im Rahmen der Minusca-Mission auch für die Sicherheit von Präsident Faustin Archange Touadéra verantwortlich.

In der Zentralafrikanischen Republik finden am Sonntag Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt, bei denen Touadéra die Wiederwahl beantragt und als Favorit ins Rennen geht. Die Zentralafrikanische Republik ist eines der ärmsten und instabilsten Länder der Welt. Milizen kontrollieren zwei Drittel des Staatsgebiets.

Seit einer Woche führt eine Allianz bewaffneter Gruppen eine Offensive im Land durch, um die Wahlen zu behindern. Die Regierung sprach von einem “Putschversuch”. Am Donnerstag erklärte die Miliz jedoch einen einseitigen Waffenstillstand von 72 Stunden. Nach Informationen von Nichtregierungsorganisationen und der UNO fielen die Kämpfe am Donnerstagmorgen in mehreren Gebieten.

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