Venezuela verdreifacht den Mindestlohn – Geld reicht für Grundnahrungsmittel Nürnberger Blatt noch nicht aus

Venezolanischer Bolívar – Bild: Mehaniq über Twenty20

Aufgrund der dramatischen Inflation hat Venezuela am Samstag den Mindestlohn fast verdreifacht. Arbeitsminister Eduardo Piñate kündigte bei einer Kundgebung am 1. Mai in der Hauptstadt Caracas die Zunahme vor Anhängern der Regierung an. Angesichts der schlechten wirtschaftlichen Lage im südamerikanischen Land kann das Geld jedoch nicht einmal ein Kilo Fleisch kaufen.

Der neue monatliche Mindestlohn beträgt jetzt sieben Millionen Bolívares – das entspricht fast 2,10 Euro. Ein Kilo Fleisch kostet in Venezuela rund 3,12 Euro.

Venezuela befindet sich inmitten der schlimmsten Wirtschaftskrise seiner modernen Geschichte. Der einst reiche Ölproduzent erlebt das vierte Jahr in Folge eine Hyperinflation. Angesichts der lähmenden wirtschaftlichen und humanitären Krise sind nach Angaben der Vereinten Nationen seit 2015 rund 5,4 Millionen Menschen aus dem Land geflohen.

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