US-Verteidigungsminister Austin ordnet militärischen Fokus auf China an ⋆ Nürnberger Blatt

Lloyd Austin – Bild: Air Force / Sgt. Jack Sanders

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat seiner Agentur offiziell angeordnet, sich stärker auf China zu konzentrieren. Austin sagte am Mittwoch (Ortszeit), dass seine Initiative Teil des umfassenderen Ansatzes der US-Regierung gegenüber China sei. Washington hat die Volksrepublik als seinen größten strategischen Rivalen eingestuft.

Die Einzelheiten der internen Anordnung an das Verteidigungsministerium blieben geheim. Austin sagte, die Politik werde „unser Netzwerk von Verbündeten und Partnern wiederbeleben, die Abschreckung stärken und die Entwicklung neuer Einsatzkonzepte, neuer Fähigkeiten, zukünftiger Streitkräfte und einer modernisierten zivilen und militärischen Belegschaft beschleunigen“.

Die Initiative folgte einer Evaluierung durch eine im Februar unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden eingesetzte Expertenkommission, um die China-Strategie des Pentagons zu prüfen. Ein hochrangiger Beamter des Verteidigungsministeriums sagte, die Experten hätten eine “Lücke” zwischen den angegebenen Prioritäten und dem, was tatsächlich passiert, festgestellt.

Das Pentagon hatte die Volksrepublik bereits in seiner nationalen Verteidigungsstrategie 2018 als wichtigen strategischen Konkurrenten identifiziert. Die Experten stellten jedoch fest, dass seitdem nicht viel getan wurde, um die von Peking ausgehenden Probleme anzugehen.

Das US-Verteidigungsministerium hatte sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark auf den Kampf gegen dschihadistische Kräfte im Nahen Osten konzentriert. Der Umgang mit Chinas hochmodernen Streitkräften stellt eine ganz andere Herausforderung dar.

Das US-Militär ist derzeit daran interessiert, seine Präsenz im Pazifik auszubauen. Auch China wird in der Region immer aggressiver, auch gegen Taiwan, das Peking als abtrünnige Provinz ansieht.

Die USA unterhalten weiterhin eine bedeutende Militärpräsenz im Nahen Osten, obwohl sie damit begonnen haben, ihre verbleibenden 2.500 Soldaten aus Afghanistan abzuziehen.

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