US-Regierung genehmigt Waffengeschäft mit Ägypten ⋆ Nürnberger Blatt

Weißes Haus

Die US-Regierung hat einen Waffenvertrag mit Ägypten im Wert von fast 200 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Das Außenministerium in Washington gab am Dienstag bekannt, dass es den Verkauf von 168 Raketen genehmigt habe, da Ägypten “weiterhin ein wichtiger strategischer Partner im Nahen Osten ist”. Das Ministerium kündigte auch an, sich für die Menschenrechte in Ägypten einzusetzen.

“Wir werden unsere Werte in jede Beziehung einbringen, die wir weltweit haben”, sagte der Sprecher des Ministeriums, Ned Price. Dies schließt auch Sicherheitspartner und Ägypten ein.

US-Präsident Joe Biden hat angekündigt, dass er sich mehr für die Menschenrechte einsetzen wird als sein Vorgänger Donald Trump. Er hatte das ägyptische Staatsoberhaupt Abdel Fattah al-Sisi als seinen “bevorzugten Diktator” bezeichnet.

Ein Anwalt des in Ägypten geborenen US-Aktivisten Mohamed Soltan hatte zuvor berichtet, dass Sicherheitsbeamte in Zivil die Häuser von sechs Verwandten Soltans durchsucht und zwei seiner Cousins ​​festgenommen hätten. Price sagte, die USA seien sich des Falls bewusst und untersuchen die Angelegenheit. “Wir nehmen alle Vorwürfe einer willkürlichen Verhaftung ernst”, sagte Price gegenüber Journalisten.

Soltan, der Sohn eines führenden Mitglieds der Muslimbruderschaft, das inzwischen in Ägypten verboten wurde, wurde 2013 verhaftet, nachdem das islamistische Staatsoberhaupt Mohammed Morsi gestürzt worden war. 2015 wurde er freigelassen und in die USA deportiert, nachdem er seine ägyptische Staatsbürgerschaft aufgegeben hatte.

Im Juni reichte er vor einem US-Gericht eine Klage wegen angeblicher Folter in ägyptischen Gefängnissen ein. Im Januar arbeitete er mit US-Kongressabgeordneten zusammen, um eine Arbeitsgruppe zur Förderung der Menschenrechte in Ägypten einzurichten.

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