US-Gericht lehnt Insolvenzantrag der NRB ab ⋆ Nürnberger Blatt

Symbolisches Bild: Amerikanische Waffenliebe

Ein US-Gericht hat den Insolvenzantrag der mächtigen US-Waffenlobby NRA abgewiesen. Mit dem Antrag versucht die National Rifle Association nur, Ermittlungen wegen Unterschlagung im Bundesstaat New York zu vermeiden, wie Richter Harlin Hale am Dienstag feststellte. Das Urteil ist eine schwere Niederlage für die einflussreiche Lobby, die in einer Erklärung erklärte, dass sie “von einigen Aspekten der Entscheidung enttäuscht” sei.

Im August letzten Jahres leitete der Staat New York ein Verfahren gegen die NRA, ihren Chef Wayne LaPierre und drei weitere hochrangige NRA-Beamte ein. Sie haben angeblich Mitgliedsbeiträge und Spenden für persönliche Ausgaben unterschlagen. Die New Yorker Staatsanwältin Letitia James, die Mitglied der Demokratischen Partei ist, hatte politische Motive für den Prozess bestritten und gleichzeitig zugegeben, dass dies zur Auflösung der NRB führen könnte.

Die NRB meldete daraufhin im Januar Insolvenz an und beantragte Insolvenzschutz. Sie kündigte auch ihren Umzug von New York, wo sie gegründet wurde, nach Texas an. Mit dem Manöver wollte die Organisation einer weiteren Strafverfolgung in New York entgehen. Im Gegensatz zu New York ist der konservative Bundesstaat Texas im Allgemeinen waffenfreundlich.

Die Lobbyorganisation ist seit Jahrzehnten rigoros gegen Beschränkungen des Verkaufs und des privaten Besitzes von Waffen. Die Organisation gewinnt ihren großen Einfluss auch dadurch, dass sie Politiker materiell unterstützt.

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