Unzufriedenheit in Ländern mit Liefergeschwindigkeit für Corona-Impfstoff ⋆ Nürnberger Blatt

Impfung – Bild: Rohane via Twenty20

In den Ländern besteht Unzufriedenheit mit der Liefergeschwindigkeit des Corona-Impfstoffs von Biontech. Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte am Mittwoch, dass die Bundesregierung entgegen dem ursprünglichen Versprechen in der ersten Januarwoche keinen Impfstoff abgeben wolle. Das Bundesgesundheitsministerium erklärte daraufhin, dass eine ursprünglich für den 11. Januar geplante Lieferung um drei Tage vorgezogen werden sollte. Zuvor hatte Minister Jens Spahn (CDU) zugegeben, dass die Impfkampagne allmählich Schwierigkeiten hatte.

Der Corona-Impfstoff des Herstellers Biontech soll nun am 8. Januar den Bundesländern zur Verfügung gestellt werden, sagte ein Sprecher des Ministeriums von Spahn. „Danach erfolgt die nächste Lieferung am 18. Januar 2021 und von da an zunächst wöchentlich montags. Zu Beginn werden pro Woche rund 670.000 Dosen geliefert. “”

Bis Ende des Jahres wurden wie geplant 1,3 Millionen Impfstoffdosen an die Bundesländer abgegeben. Am Mittwoch erfolgte eine Lieferung, “nach Biontechs Plänen gilt dies auch für die erste Januarwoche”.

Der Koordinator der Corona Pandemic Task Force des bayerischen Gesundheitsministeriums, Staatssekretär Klaus Holetschek, war mit dem Ansatz der Bundesregierung unzufrieden. “Für eine professionelle Planung benötigen wir frühzeitig zuverlässige Informationen über die bevorstehenden Impfstofflieferungen.”

Die Informationspolitik der Bundesregierung sei “dringend verbesserungsbedürftig, da uns die benötigten Informationen bisher leider nur sehr langsam und meist kurzfristig erreicht haben”. Die Zuweisung eines Impftermins “ist nur dann wirklich sinnvoll, wenn alle Voraussetzungen für eine Impfung erfüllt sind” – und dazu gehören vor allem Impfstoffe, erklärte Holetschek.

Laut Minister Huml verlangsamen die Lieferprobleme den Fortschritt der Impfkampagne: „Dies bedeutet, dass wir derzeit in unserem Impfangebot sehr begrenzt sind. Leider können wir nur das anbieten, was uns die Bundesregierung geliefert hat. “”

Der Berliner Gesundheitsminister Dilek Kalayci (SPD) war ebenso wie Huml von der Liefergeschwindigkeit enttäuscht. “Ich habe mir auch vorgestellt, dass die Impfung anders beginnt – dass sie schneller sein würde”, sagte sie dem RBB-Sender Radioeins.

Spahn sagte auf einer Pressekonferenz in Berlin: “Ja, es ruckelt an der einen oder anderen Stelle”, sagte er. Insgesamt hat jedoch die “größte Impfkampagne in der Geschichte Deutschlands erfolgreich begonnen”.

Für das neue Jahr versprach der Minister eine deutliche Ausweitung der Koronaimpfungen. Nach der Zulassung des Serums von Moderna, die für Anfang Januar erwartet wird, geht er von einer “schnellen Bearbeitung” des Zulassungsantrags von AstraZeneca aus, dessen Vorbereitung am Mittwoch für die Impfung in Großbritannien zugelassen wurde, sagte Spahn in Berlin.

Der Gesundheitsminister verwies auch auf den geplanten Start einer weiteren Produktionsanlage für die Vorbereitung von Biontech und Pfizer im Februar. “Wenn alles klappt, können wir das Gebiet schneller als erwartet impfen”, sagte Spahn. Gleichzeitig forderte er die Bürger auf, sich bei den Neujahrsfeiern zurückzuhalten. Menschen sollten ihre Kontakte stark reduzieren. Spahn machte auch klar, dass er nicht erwartet, dass die derzeitige Sperrung bald endet.

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