Unruhen in Lüttich am Rande der Demo “Black Lives Matter” ⋆ Nürnberger Blatt

Polizei – Bild: ronnienewmanphotography via Twenty20

In Lüttich kam es am Rande einer Demonstration gegen Rassismus zu massiven Unruhen. Nach Angaben der Polizei marschierten am Samstag bis zu 300 “Randalierer” durch das Zentrum der ostbelgischen Stadt und griffen unter anderem Polizisten mit Steinen an. Diese wiederum verwendeten Wasserwerfer. “Neun Personen mussten ins Krankenhaus gebracht werden, darunter fünf Polizisten”, sagte die Polizei am Abend.

Die Unruhen ereigneten sich am Rande einer Demonstration “Black Lives Matter”, die anfangs friedlich verlief. Die Teilnehmer protestierten am Montag gegen die umstrittene Verhaftung einer im Kongo geborenen Frau. Dies beschuldigte die Sicherheitskräfte der Gewalt und des Rassismus, die die Polizei ablehnte. Nach Angaben der Polizei nahmen “ein paar Dutzend Menschen” an der Demonstration selbst teil.

Am Ende der Demonstration wurden einige Teilnehmer gewalttätig und griffen einen Polizisten auf einem Motorrad an, berichtete eine Polizeisprecherin. Infolgedessen “haben sich nach und nach zwischen 200 und 300 Randalierer in den Straßen von Lüttich versammelt”. Diese plünderten und zerstörten auch Geschäfte.

Die Polizei forderte die Einwohner von Lüttich zunächst auf, das Stadtzentrum vorerst zu meiden. Es war mit mehr als 250 Rettungsdiensten und drei Wasserwerfern im Einsatz. Laut einem AFP-Korrespondenten war die Situation in Lüttich am Abend wieder ruhig.

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