Twitter blockiert Trumps Konto “dauerhaft”, nachdem es das US Capitol Capitol Nürnberger Blatt gestürmt hat

Twitter – Bild: Mehaniq über Twenty20

Nach dem Sturm auf das US-Kapitol durch radikale Anhänger des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump hat der Onlinedienst Twitter seinen Account dauerhaft gesperrt. “Nach einer gründlichen Überprüfung der neuesten Tweets vom @ realDonaldTrump-Konto” wurde dieses Konto “dauerhaft gesperrt”, teilte das kalifornische Unternehmen am Freitag (Ortszeit) mit. Der Grund dafür ist “das Risiko einer weiteren Anstiftung zur Gewalt”.

Wegen des heftigen Sturms auf dem Kapitol hatte Twitter bereits am Mittwoch vorübergehend Trumps Konto gesperrt und dem Präsidenten mit einem dauerhaften Ausschluss von seiner bevorzugten Kommunikationsplattform gedroht. Der Onlinedienst begründete dies mit “wiederholten und schwerwiegenden Verstößen” gegen Trump gegen die Richtlinien des Unternehmens im Kampf gegen Fehlinformationen.

Der Republikaner hatte Twitter unter anderem genutzt, um seine unbegründeten Betrugsvorwürfe für die Präsidentschaftswahlen am 3. November zu verbreiten. Trumps Twitter-Kanal hatte 88 Millionen Abonnenten, bis er gesperrt wurde.

Am Donnerstag gab das Internetunternehmen Facebook bekannt, dass es Trumps Konto auf unbestimmte Zeit sperren werde. Trumps Facebook-Seite ist seit Mittwoch gesperrt. Facebook-Chef Mark Zuckerberg erklärte, Trump habe den Onlinedienst genutzt, um “einen gewaltsamen Aufstand gegen eine demokratisch gewählte Regierung auszulösen”.

Wütende Trump-Anhänger brachen am Mittwoch in das Capitol in Washington ein. Wegen der Unruhen mussten die Parlamentarier in Sicherheit gebracht werden. Ein Demonstrant wurde von der Polizei erschossen, und drei weitere Personen wurden in medizinischen Notfällen in der Nähe des Parlamentsgebäudes getötet. Ein Polizist starb ebenfalls am Donnerstag.

Trump wird vorgeworfen, teilweise für das Übermaß an Gewalt verantwortlich zu sein, nachdem er seine Anhänger während einer Aufführung in Washington mit seinen unbegründeten Wahlbetrugsvorwürfen angestiftet und einen Marsch auf das Kapitol gefordert hatte. Erst nach langem Zögern verurteilte Trump die Gewalt am Donnerstag. Die führenden Demokraten im Kongress fordern nun die Absetzung von Trump vor dem Amtswechsel im Weißen Haus. Der gewählte US-Präsident Joe Biden soll am 20. Januar vereidigt werden.

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