Transgender gewinnt gerichtlichen Streit um Toilettenwahl in US-Schulen ⋆ Nürnberger Blatt

US-Justiz – Bild: photovs über Twenty20

Ein ehemaliger Schüler gewann die jahrelange Kontroverse um die freie Toilettenwahl für Transgender-Menschen an Schulen in den USA. Der Oberste Gerichtshof hat am Montag eine Berufung der Schulbehörde des Bundesstaates Virginia abgelehnt. Der 22-jährige Gavin Grimm, der im Körper eines Mädchens geboren, aber als Mann identifiziert wurde, hatte jahrelang darum gekämpft, die Jungentoilette seiner Schule benutzen zu dürfen.

„Ich bin froh, dass mein jahrelanger Kampf dafür sorgt, dass meine Schule mich so sieht, wie ich bin“, sagte Grimm nach der Entscheidung. Im Alter von 15 Jahren begann er den Rechtsstreit gegen seine Schule. Im vergangenen Sommer entschied ein Bundesberufungsgericht, dass seine Schule Antidiskriminierungsgesetze verbietet. Die Schulbehörde von Virginia wollte dieses Urteil des höchsten US-Gerichts aufheben.

Transgender-Rechte sind in den USA Gegenstand heißer politischer Debatten. Im Jahr 2017 hob die Regierung des damaligen US-Präsidenten Donald Trump eine Regel des früheren Präsidenten Barack Obama auf, wonach Transgender-Studenten die Toiletten und Umkleidekabinen für das Geschlecht benutzen durften, zu dem sie sich zugehörig fühlten.

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