„Tötet euch dreckige Islamisten!!! ALLAH ist nichts!“

(Foto: tgmn)

Hersbruck – Vor dem Haus einer Frau aus Hersbruck wurden in der Nacht von Sonntag auf Montag (15. Auf den losen Zetteln stand: „Ihr stirbt, dreckige Islamisten! ALLAH ist nichts! „Sowie „ALLAH wird von Jesus in 1000 Teile zerrissen“. Die alevitische Gemeinde in Hersbruck ist nicht weit von der Wohnung der Hersbruckerin entfernt. Der Bürger fühlt sich bedroht und ist zutiefst traurig über diesen Vorfall. Unmittelbar nach der Tat erstattete sie bei der Polizei Anzeige.

Die türkische Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg (tgmn) hat den Vorfall als besorgniserregend eingestuft und auf das Schärfste verurteilt

tgmn-Vorsitzender Bülent Bayraktar in einer Pressemitteilung:

„Unser Ziel ist es, dass wir alle in der Metropolregion friedlich und sicher zusammenleben. Wir verfolgen akribisch rassistische Tendenzen und Vorfälle in der Metropolregion Nürnberg. Wir stehen in engem Kontakt mit Verbänden, Sicherheitskräften, Stadtverwaltungen, Politikern und gewählten Amtsträgern. Wir haben kürzlich den Moscheegemeinden beigestanden, wenn sie mit Drohbriefen oder körperlichen Angriffen angegriffen wurden. Wir sind dankbar, dass im Falle einer Bedrohung der Röthenbacher Moscheegemeinde und der Politik die Täterin Susanne G. sehr zeitnah ermittelt und verurteilt wurde. Weg“ handeln. Wir nehmen daher jede Bedrohung für Bürger, Vereine und Moscheen sehr ernst. Wir trauern um drei Mordopfer des nationalsozialistischen Untergrunds in Nürnberg.

Die tgmn meldete den Vorfall in Hersbruck an den Vorstand Bündnis gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg berichtete und informierte Hersbrucks Bürgermeister Robert Ilg darüber.

In einer E-Mail-Antwort schreibt der Stadtvorsteher der Stadt Hersbruck, Karlheinz Wölfel:

„Der Erste Bürgermeister Ilg ist derzeit im Urlaub.
Sie können sicher sein, dass die Stadt Hersbruck diesen Vorfall für die Hersbrucker hat
Der Bürger bedauert ein solches Verhalten zutiefst und missbilligt es vollständig.
Die Stadt Hersbruck ist bewusstes Mitglied im Bündnis gegen Rechtsextremismus in der
Europäische Metropolregion Nürnberg. Damit bringt die Stadt Hersbruck zum Ausdruck, egal welchen politischen, sozialen, religiösen, nationalen oder rechtlichen Hintergrund die Menschen haben, es geht immer darum, allen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, insbesondere Rassismus, Antisemitismus, Anti- Zigeunertum, Islamophobie sowie Menschenverachtung und Antidemokratie. Wir werden uns auch bezüglich des Vorfalls mit der Polizei Hersbruck in Verbindung setzen, um genauere Hintergrundinformationen zu erhalten, die wir dem Ersten Bürgermeister Ilg nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub zusammen mit Ihrer E-Mail übermitteln. Er wird sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen. “

Bereits 2018 fiel das Restaurant „Deutsches Haus“ in Hersbruck mit dem
Islamophobe Botschaft „KEIN MOSLEM“ auf einer Tafel im Eingangsbereich. Das verbotene Neonazi-Netzwerk „Freies Netz Süd“ hatte Unterstützer in der Stadt
Hersbruck. Bürgerinnen und Bürger berichten, dass in der Stadt rechtsextreme Tendenzen zu beobachten seien, etwa das laute Hören von Liedern von Neonazi-Musikbands.
Ein 21-jähriger Student aus Hersbruck wurde Anfang 2021 wegen Waffenbesitzes getötet und
Verurteilte Darstellung von Neonazi-Symbolen.

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