Tierschützer zählten 2020 64 Braunbären in den Pyrenäen ⋆ Nürnberger Blatt

Braunbär – Bild: knut8 via Twenty20

Die Ansiedlung von Braunbären in den Pyrenäen nimmt Fahrt auf: Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Tiere, die in den neunziger Jahren fast ausgestorben waren, von 58 auf 64, wie französische Tierschützer am Donnerstag bekannt gaben. Dementsprechend wurden im vergangenen Jahr neun Bären geboren – laut den Verbänden Pays de l’ours – Adet und Ferus ein “Rekord”.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts durchstreiften rund 150 Braunbären die französischen Pyrenäen entlang der spanischen Grenze. Jäger und Bauern dezimierten ihre Zahl dann bis 1995 auf zehn Tiere. Ein Jahr später begann Frankreich mit der Umsiedlung, und seitdem hat ihre Zahl zugenommen. Laut Tierschützern werden 50 erwachsene, gesunde und reproduktive Tiere benötigt, um die Bärenpopulation zu sichern.

Aber nicht jeder ist mit der Rückkehr der großen Raubtiere zufrieden. Die Bauern machen die Braunbären für den Tod von Hunderten von Schafen verantwortlich und beklagen, dass sie von den Behörden nicht ausreichend entschädigt werden. Allein im vergangenen Jahr wurden drei Bären getötet.

Die Bärenschützer fordern Ersatz für die getöteten Tiere. Gleichzeitig rieten sie zu einem besseren Schutz von Schafen und anderen Rinderherden, um Bärenangriffe zu vermeiden.

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