Terrororganisation PKK entführt Lehrer und Kinder

Kämpfer der YPG, des syrischen Arms der PKK. (Archivfoto)

Diyarbakır – Die Terrororganisation PKK hat Medienberichten zufolge in den von ihr besetzten Gebieten in Syrien einen Lehrer und zwei Jugendliche im Alter von 13 und 16 Jahren entführt.

Demnach wurde der arabischstämmige Klassenlehrer Eymen Hasan am Sonntag (22 Qamischli. Die PKK entführt seit Jahrzehnten Kinder und Jugendliche, um sie anschließend in Terrorlagern politisch zu indoktrinieren und im Krieg einzusetzen. Am 20. August griffen PKK/YPG-Terroristen die syrische Stadt Mansura/Raqqa an und entführten 28 Bewohner, die später in den genannten Terrorlagern ausgebildet werden sollten.

UN-Bericht: Die PKK/YPG hat die meisten Kinder in Syrien entführt

Laut einem Bericht von Vereinte Nationen („Kinder und bewaffneter Konflikt“) ab 2019 hat der syrische Zweig der PKK, die YPG, die meisten Kinder in Syrien zwangsrekrutiert. Allein im Jahr 2018 entführte die Terrororganisation in Syrien 700 Kinder aus ihren Familien, um sie im Krieg einzusetzen, wobei die meisten dieser entführten Kinder nicht einmal kurdischer Herkunft waren. Der Bericht weist auch auf Angriffe der PKK/YPG auf Schulen und das Verbot der arabischen Sprache an mehr als 250 Schulen in den von der PKK besetzten Gebieten in Syrien hin. Die Vereinten Nationen schätzen, dass 2018 rund 60.000 Schüler durch die Terrororganisation am Schulbesuch gehindert wurden.

Mütter von Diyarbakır verlängern Sitzstreik gegen PKK auf 24 Stunden

Die kurdischen Mütter, die seit dem 3. September 2019 vor der HDP-Provinzzentrale in Diyarbakır protestieren, gaben während ihres Sitzstreiks bekannt, den Protest gegen die HDP auf 24 Stunden ausgeweitet zu haben. Die Mütter protestieren gegen die Entführung ihrer Kinder durch die Terrororganisation PKK. Die am Sitzstreik beteiligten Eltern sehen in der HDP den politischen Arm der PKK.

Kemal Boelge / Diyarbakir

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