SPD-Kanzlerkandidat Scholz will sich für die DDR einsetzen ⋆ Nürnberger Blatt

Olaf Scholz – Bild: Thomas Trutschel / photothek.de

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat die Bundesregierung aufgefordert, sich stärker auf die Leistungen und das Potenzial Ostdeutschlands zu konzentrieren. “Wenn ich Bundeskanzler bin, steht Ostdeutschland ganz oben auf der Tagesordnung der deutschen Politik”, sagte Scholz am Sonntag auf dem Ostkongress der SPD in Halle. Das ist auch “eine Frage des Respekts für das Lebenswerk der Ostdeutschen”.

Auch mehr als 30 Jahre nach der Vereinigung besteht in Deutschland noch ein deutliches, vor allem strukturelles Ungleichgewicht zwischen Ost und West – ob es sich um Löhne, die Errichtung von Unternehmenszentralen oder die Vertretung von Ostdeutschen auf Führungsebene handelt. Was notwendig ist, ist “eine neue Abfahrt”, sagte Scholz. Mit der Wasserstoffwirtschaft und der Energiespeicherung würden beispielsweise völlig neue Wirtschaftsbereiche entstehen. Dies ist insbesondere für die DDR eine “große strategische Chance”.

Die Ostdeutschen sollten “mit ihrer reichen Erfahrung in Transformation und Umbruch gehört, gesehen und ernst genommen werden”, forderte der SPD-Kanzlerkandidat. “Wir brauchen diese Erfahrung in ganz Deutschland.”

Der SPD-Ostkonvent fand eine Woche vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt statt, bei denen die CDU und ihr amtierender Ministerpräsident Reiner Haseloff auf eine Mehrheit der Stimmen hoffen. Die SPD liegt in den Umfragen nur bei zehn bis elf Prozent.

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