SPD greift Rentenkonzept der Union an

(Foto: nex24)

Osnabrück – Die SPD hat den Unionskanzlerkandidaten Armin Laschet wegen seiner Rentenpläne scharf angegriffen: “Der Unionskandidat weigert sich, die Höhe der gesetzlichen Rente zu garantieren”, sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil im Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” ( NOZ). “Sollte die Union ihre Pläne umsetzen, würde das faktisch niedrigere Renten für Millionen von Rentnern in diesem Land bedeuten.”

Der SPD-Generalsekretär verwies auf das Wahlprogramm der Union, in dem die Frage der Entwicklung des Rentenniveaus ausgeklammert wird. Laut Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung würde das Rentenniveau bis 2034 ohne Eingriff in das System von derzeit 48,2 Prozent auf 46 Prozent sinken, selbst bei steigenden Beiträgen.

Anders als Laschet hat SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz eine “Rentengarantie” abgegeben, wonach das Rentenniveau mit einer von ihm geführten Regierung auch nach 2025 “nicht unter 48 Prozent sinken wird”. “Die Unterschiede könnten nicht deutlicher sein.” betonte Klingbeil.

Auch der SPD-Generalsekretär einigte sich mit den Steuersenkungsplänen der Union. “CDU und CSU wollen Spitzenverdiener und Unternehmen Steuergeschenke machen und damit eine Lücke von mindestens 35 Milliarden Euro in die Staatskasse reißen”, sagte er. “Uns ist klar, dass die wirklich Reichen nach der Krise mehr tun müssen.” Laut Klingbeil lautete das Mantra der Finanzpolitik in den 1980er Jahren, den Reichen noch mehr zu geben und damit Wachstum zu schaffen. „Aber das hat überlebt. Heute geht es um Zukunftsinvestitionen. Laschet hat in der Vergangenheit damit aufgehört, weshalb ihm namhafte Ökonomen gerade sein Wahlprogramm vorlegen. “


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