Spahn warnt vor “Sorgenherbst” wegen Virus-Mutationen ⋆ Nürnberger Blatt

Jens Spahn - Bild: Achim Melde / Bundestag
Jens Spahn – Bild: Achim Melde / Bundestag

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat nach der Ferienzeit im Sommer in der Corona-Pandemie vor einem “Sorgenherbst” gewarnt. Er gehe zwar davon aus, dass man unbesorgt in den Urlaub fahren könne, “in Reiseländern, die ohnehin schon stark von der Delta-Variante betroffen sind, sieht es anders aus”, sagte Spahn dem Düsseldorfer “Handelsblatt”.

Hier ist das Risiko deutlich höher, sich anzustecken und die Variante dann aus dem Urlaub mit nach Hause zu holen. “Ich appelliere an alle Reisenden, sich sorgfältig über den Infektionsverlauf zu informieren, Testangebote anzunehmen und die Quarantänepflichten ernst zu nehmen”, mahnte die Ministerin. Es gilt, einen „Sorgenherbst“ zu vermeiden. Gut möglich ist jedoch, dass die Zahl der Infektionen durch die Delta-Variante des Virus spätestens im Herbst wieder ansteigt.

Spahn forderte erneut Impfungen für Jugendliche und ältere Kinder ab zwölf Jahren. “Ich setze mich dafür ein, dass möglichst viele von diesem Angebot Gebrauch machen”, sagte er dem “Handelsblatt”. Sein Ziel sei zwar, „nach den Ferien möglichst normal ins Schuljahr zu starten“, also „natürlich“ mit Präsenzunterricht.

Bisher seien aber erst rund zwei Prozent der Schüler zwischen zwölf und 18 Jahren geimpft, sagte Spahn. Deshalb sei es auch wichtig, “mit regelmäßigen Tests für die ganze Familie nach der Rückkehr aus dem Urlaub” Infektionen in Schulen zu vermeiden.

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