Seltener Superblutmond über dem Pazifik ⋆ Nürnberger Blatt

Blutmond – Bild: RLTheis über Twenty20

Die Menschen konnten am Mittwoch einen Superblutmond über dem Pazifik bestaunen. Das seltene Himmelsspektakel, bestehend aus einem besonders erdnahen Vollmond und einer totalen Mondfinsternis, konnte über den gesamten Pazifik von Australien bis zur Westküste der USA beobachtet werden. Der Vollmond tauchte am späten Abend in Sydney und am frühen Morgen in Los Angeles für 14 Minuten in die Umbra der Erde ein und wurde kupferrot.

Während einer Mondfinsternis steht die Erde auf einer geraden Linie zwischen Sonne und Mond – der Mond taucht in den Schatten ein, den die von der Sonne beleuchtete Erde in den Weltraum wirft. Bei einer totalen Mondfinsternis wird der Mond nicht vollständig schwarz, sondern leuchtet kupferfarben bis orangerot. Der sogenannte Blutmond entsteht durch die Brechung des Sonnenlichts in der Erdatmosphäre, wobei langwelliges rotes Licht in die Umbra geleitet wird.

Aber dieser Blutmond war noch spektakulärer als andere, weil der Mond auch besonders nahe an der Erde war: Am Mittwoch kam er fast 360.000 Kilometer zur Erde. An dem der Erde am nächsten gelegenen Punkt erscheint der Vollmond 30 Prozent heller und 14 Prozent größer als am weitesten Punkt – er wird zum sogenannten Supermond.

In Sydney versammelten sich am Mittwochabend zahlreiche Zuschauer am Hafen und hatten freie Sicht auf den Superblutmond über dem berühmten Opernhaus. Die Fluggesellschaft Qantas bot sogar einen Rundflug über den Pazifik an, um einen besonders guten Blick auf das Himmelsspektakel zu haben. Astronomen erwarten den nächsten Superblutmond erst 2033.

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