Sechs Tipps auf dem Weg zur richtigen Wallbox

(Beispielfoto: pixa)

Die private Ladeinfrastruktur ist ein zentraler Punkt beim Ausbau der Elektromobilität. Denn: Die meisten Ladevorgänge werden zu Hause durchgeführt. Was ist auf dem Weg zur eigenen Ladestation zu beachten? ADAC SE und E.ON haben grundlegende Tipps zusammengestellt.

1. Informieren Sie sich über verschiedene Fördermöglichkeiten

Die bundesweite KfW-Förderung wird nun fortgesetzt. Der Bund erhöht die Förderung privater Ladestationen um 300 Millionen Euro. Bewerbungen sind wieder möglich. Darüber hinaus gibt es regionale und kommunale Förderprogramme. Förderdatenbanken wie die von E.ON helfen bei der Orientierung und zeigen auch, welche Voraussetzungen für eine Förderung erfüllt sein müssen. Es lohnt sich also, ein wenig zu recherchieren.

2. Wählen Sie die richtige Wallbox

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Modellen auf dem Markt, die zu allen modernen Elektroautos mit dem genormten Typ-2-Stecker passen. Die Wallboxen unterscheiden sich hinsichtlich der Funktionalität. So gibt es beispielsweise vernetzte Boxen, in denen der Ladevorgang bequem per Smartphone-App gesteuert und eingesehen werden kann. Wenn Ihre Wallbox öffentlich zugänglich ist, zum Beispiel in einer Tiefgarage oder am Carport, müssen Sie diese gegen unbefugte Benutzung schützen. Dies ist entweder mit einem klassischen Schlüssel, einer App-Aktivierung oder einer RFID-Karte möglich. Bei der Installation im Freien sollten Sie außerdem daran denken, dass die Box vor Witterungseinflüssen geschützt werden muss. Viele Boxen sind auch in Versionen mit oder ohne fest angeschlossenem Ladekabel erhältlich. Während die Varianten ohne Kabel meist günstiger sind, sind die mit Ladekabel komfortabler: Das Ladekabel muss nicht jedes Mal aus dem Auto genommen werden, sondern wartet bereits an der Wallbox auf seinen Einsatz.

3. Denken Sie an den Fehlerstromschutzschalter

Wichtig ist auch der sogenannte Fehlerstromschutzschalter, kurz FI-Schalter, der bei Überlastung sofort den Stromkreis unterbricht: Nur wenige Wallboxen verfügen über einen integrierten FI-Schalter. Achten Sie bei der Auswahl der Wallbox darauf, ob Sie für die Installation einen vorgeschalteten und günstigeren FI Typ A oder einen FI Typ B benötigen – Informationen finden Sie im Datenblatt des jeweiligen Produkts.

4. Autostrom mit geeigneter Ladekapazität

Bei der Ladeleistung gibt es Unterschiede: Standard sind heute 11 kW Ladeleistung, die ausreicht, um Ihr Elektroauto bequem über Nacht aufzuladen. Das Aufladen für eine Distanz von 300 km dauert mit einer 11-kW-Wallbox etwa sechs Stunden. Neben der 11-kW-Option gibt es auch leistungsstärkere Modelle mit 22 kW, die die Batterien schneller füllen können. Wichtig: Wallboxen mit einer Ladeleistung bis 11 kW müssen beim jeweiligen Verteilnetzbetreiber angemeldet werden. Für Wallboxen mit höherer Ladeleistung benötigen Sie jedoch eine Genehmigung des Verteilnetzbetreibers. Sie müssen beides vor der Installation tun. Zudem muss vorab geklärt werden, ob das E-Auto überhaupt eine höhere Ladeleistung nutzen kann. Der Strom muss also zum Auto passen, nur das ergibt den richtigen Autostrom.

5. Planen Sie die Platzierung der Wallbox und berechnen Sie die Kosten

Noch ein Tipp: Überlegen Sie genau, wo die Wallbox installiert werden soll und notieren Sie, wo sich der Ladeanschluss des E-Autos befindet. Eine gute Planung vermeidet spätere Stolperfallen durch im Weg liegende Kabel und hilft bei der Kalkulation. Der Verbraucher erhält vom Elektriker direkt oder online ein Angebot für die Wallbox-Installation, zum Beispiel beim ADAC: Mit dem Online-Installations-Check von E.ON und ADAC beantworten Interessierte kurze Fragen zu individuellen Wohn- und Parksituationen und erhalten sofort ihre passende Angebot online kann gleichzeitig beauftragt werden. Mehr als eine Messlatte und ein paar Minuten Ihrer Zeit sind für den Online-Check nicht nötig.

6. Stromtarif auswählen

Besonders klimafreundlich sind E-Autos, wenn sie rein mit Ökostrom geladen werden. Und nicht vergessen: Der Bezug von Ökostrom für die Wallbox ist oft Voraussetzung für eine Förderung – und das ist gut fürs Klima. Wichtig: Es gibt auch Smart-Tarife, mit denen Elektroautofahrer ihren Stromer abends und nachts günstiger mit Ökostrom laden können.

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