Schwangere und junge Mütter leiden unter Einsamkeit und Isolation bei einer Pandemie ⋆ Nürnberger Blatt

Schwangere – Bild: titovailona via Twenty20

Mehr als 70 Prozent der schwangeren Frauen und jungen Mütter leiden unter Einsamkeit und Isolation bei der Koronapandemie. Dies ist das Ergebnis einer Online-Umfrage, die am Freitag vom Telemedizinunternehmen Kinderheldin unter mehr als tausend schwangeren Frauen und jungen Müttern veröffentlicht wurde. Der mangelnde Kontakt zu Familie, Freunden und anderen Müttern ist daher eine der größten Beeinträchtigungen während der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr des Kindes.

Rund 42 Prozent der befragten Frauen gaben an, seit Beginn der Pandemie mehr unter Zukunftsangst gelitten zu haben. Diese Ängste betreffen nicht nur Sie selbst, sondern auch Ihr eigenes Kind. Mehr als jeder dritte Befragte gab außerdem an, seit Beginn der Pandemie einen signifikant höheren psychischen Stress verspürt zu haben. Für jeden zwölften Befragten waren Depressionen und Angstzustände im vergangenen Jahr die Hauptbelastung.

Angesichts dieser wahrgenommenen Belastungen baten mehr als 75 Prozent der Befragten um mehr Unterstützung von Politikern. Die Frauen wünschen sich mehr Freizeit- und Kursangebote vor Ort, zusätzliche Angebote und Betreuungsmöglichkeiten sowie weitere Informationen zum Thema Impfung und Infektionsschutz für Eltern und Kinder. Eine zentrale Rolle spielt laut Umfrage auch der Wunsch, gemeinsam mit dem Partner vorbeugende Vorsorgeuntersuchungen und Geburten erleben zu können.

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