Sacher: Flüchtlingslager in Griechenland sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit

(Symbolfoto: pixabay)

Wien (ots) – Die Bedingungen in den griechischen Flüchtlingslagern auf Lesbos sind für den Präsidenten der Volkshilfe Österreich, Ewald Sacher, einfach unerträglich. “Welche hässlichen Bilder von den unmenschlichen Bedingungen in den Lagern müssen uns noch erreichen, wie viele Berichte über Vergewaltigungen von Dreijährigen brauchen wir, bevor die österreichische Regierung endlich handelt?” Fragt Sacher.

Für ihn ist die Menschheit einfach nicht verhandelbar. „Niemand mit Herz kann hier länger zuschauen. Sie beten und feiern Weihnachten und lassen die Menschen und die vielen Kinder dort in der Nässe und Kälte zurück. Sie gehören nicht zusammen. Alibi-Aktionen helfen auch nicht “, sagt Sacher.

“In der Volkshilfe gibt es viele leere Orte, an denen man sich um schutzsuchende Menschen kümmern kann, es gibt viel Know-how und ein dichtes Netzwerk williger Menschen, die helfen wollen”, stellt Sacher fest. Wir haben Platz, sagt die engagierte Zivilgesellschaft und ist bereit zu helfen. Die neue Initiative „Courage – Mut zur Menschlichkeit“ der Schauspielerin Katharina Stemberger und ihrer Kollegen in Österreich hat mehr als 3.000 Plätze identifiziert.

Deshalb forderte Präsident Sacher Bundeskanzler Kurz auf, seine Haltung zu ändern, Menschlichkeit zu zeigen und den verzweifelten Menschen in Griechenland zu helfen. Die Zivilgesellschaft ist bereit.

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