Russland und die Türkei werden in Kürze Abkommen über zusätzliche S-400-Raketensysteme unterzeichnen

(Archivfoto: AA)

Moskau – Ein neuer Vertrag mit der Türkei über die Lieferung russischer Mittel- bis Langstrecken-Flugabwehr-Raketensysteme vom Typ S-400 könnte bald unterzeichnet werden, sagte der Vorstandsvorsitzende des staatlichen Waffenexporteurs Rosoboronexport (Teil des Staats- eigenen Technologiekonzern Rostec) Alexander Mikheyev am Montag auf dem internationalen militärisch-technischen Forum Armee-2021.

„Die Beratungen gehen weiter und befinden sich in der Endphase. Wir werden demnächst mit der Vertragsgestaltung mit unseren Partnern beginnen “, zitierte die russische Nachrichtenagentur TASS Michejew.

Die russische S-400 “Triumf” (NATO-Bezeichnung: SA-21 Growler) ist Russlands neuestes Lang- und Mittelstrecken-Boden-Luft-Raketensystem, das 2007 in Dienst gestellt wurde. Es soll Flugzeuge, Marschflugkörper und ballistische Flugkörper und kann auch gegen Bodeninstallationen eingesetzt werden. Der S-400 kann Ziele in einer Entfernung von bis zu 400 km und in einer Höhe von bis zu 30 km unter intensivem feindlichem Feuer und Störungen angreifen.

Washington weigert sich, den S-400 zu kaufen

Washington lehnte die Übernahme des russischen Flugabwehrsystems durch die Türkei entschieden ab und suspendierte die Türkei von ihrem F-35-Hightech-Kampfflugzeugprogramm, weil die S-400 eine Bedrohung für Tarnkappen-Kampfflugzeuge darstellte. Die US-Regierung hatte Ankara auch gewarnt, dass bei einer Aktivierung des S-400-Systems US-Sanktionen gemäß dem Countering America’s Adversaries Through Sanctions Act riskiert würden. Die Türkei besteht darauf, dass sie gezwungen wurde, das russische System zu kaufen, nachdem Washington sich geweigert hatte, ihm das US-Patriot-System zu verkaufen.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu kritisierte die US-Position zu dem Abkommen und wies darauf hin, dass Ankara das Raketensystem brauche.

“Wenn die USA wollen, dass die Türkei von ihnen Waffen kauft, sollten sie sie zu vernünftigen Preisen und zu besseren Konditionen anbieten”, sagte Cavusoglu.

Ausschluss aus dem F-35-Programm

Nachdem die Bundesregierung im August 2015 den Abzug der deutschen Patriot-Abwehrraketen aus der Türkei angekündigt hatte, kündigte Ankara 2017 den Kauf des russischen S-400-Systems an Entwicklungsprogramm. Die Türkei ist Mitentwickler und Lieferant von rund 900 Komponenten.

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