Rund 60 Berliner Polizisten bei Eskalation vor besetztem Haus verletzt injured Nürnberger Blatt

Berliner Polizei

Einen Tag vor der geplanten Brandschutzbegehung eines teilbewohnten Hauses in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain eskalierte die Lage. Nach Angaben der Berliner Polizei wurden die Beamten am Mittwoch von rund 200 Menschen von der Straße und vom Dach des Gebäudes “mit Steinen angegriffen”. Etwa 60 Polizisten wurden verletzt.

Anwohner errichten Barrikaden und zünden sie an. Die Straße werde “verbarrikadiert und eine autonome Zone eingerichtet, um die rote Zone des Senats zu verhindern”, schrieben sie auf Twitter.

Die Fotos zeigten Barrikaden aus Autoreifen, Stacheldraht und Holzlatten sowie Feuer und Rauchschwaden. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Räumtanks ein. Nach Angaben der Polizei waren rund 200 Beamte vor Ort. Die Brände wurden inzwischen mit dem Wasserwerfer gelöscht. Der Brandschutt wird derzeit mit einem Räumfahrzeug beseitigt.

Die Brandschutzbegehung soll am Donnerstag in der Rigaer Straße 94 stattfinden. Die Polizei verhängte daher zwischen Mittwochnachmittag und Freitagabend ein Versammlungs- und Parkverbot für Teile der Straße. Die Unterstützer der Anwohner mit ihren Barrikaden haben dies jedoch vorweggenommen.

Die Bewohner des Hauses hatten versucht, sich mit einem Eilantrag gegen die Durchsuchung zu wehren, scheiterten aber am Dienstag vor dem Berliner Verwaltungsgericht. Die Duldung der Inspektion durch den Bezirk sei nicht zu beanstanden, so das Gericht. Es besteht eine dringende Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung.

Seit Jahren gibt es Streit um das Haus, das seit 1990 bewohnt ist und als Treffpunkt der linksextremen Szene gilt. Es kam mehrfach zu Ausschreitungen, zum Beispiel bei Durchsuchungen.

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