RKI ist besorgt über die Ausbreitung der Korona bei Kindern und Jugendlichen ⋆ Nürnberger Blatt

Corona – Bild: 9_fingers_ via Twenty20

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist besorgt über die zunehmende Verbreitung des Coronavirus in Kindertagesstätten und Schulen. “Die Zahl der Fälle von Covid-19 nimmt in allen Altersgruppen wieder zu, besonders aber bei Kindern und Jugendlichen”, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Newsletter des Instituts. Von letzteren kamen “auch zunehmend Getriebe” ab. Bei den über 80-Jährigen hat sich der seit Wochen rückläufige Trend bei Infektionen daher nicht fortgesetzt.

In den meisten Fällen von Korona ist der Ort der Infektion nicht bekannt, so der RKI-Bericht weiter. Ausbrüche betreffen derzeit insbesondere private Haushalte, zunehmend aber auch Kindertagesstätten, Schulen und das berufliche Umfeld. Im Gegensatz dazu ist die Zahl der Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen zurückgegangen.

Um den kontinuierlichen Betrieb von Kindertagesstätten und Schulen gewährleisten zu können, erfordert die aktuelle Situation den Einsatz aller organisatorischen und individuellen Maßnahmen zur Infektionsprävention. “Außerdem muss der Eintritt von SARS-CoV-2 in die Einrichtungen so weit wie möglich verhindert werden.”

Das RKI empfahl Familien und Mitarbeitern, das Infektionsrisiko außerhalb der Kindertagesstätte oder der Schule durch Einhaltung der Entfernungs- und Hygienevorschriften zu minimieren und bei Anzeichen einer Krankheit fünf bis sieben Tage zu Hause zu bleiben. Wenn Krankheiten in einer oder mehreren Gruppen auftreten, sollte eine vorzeitige Schließung der Einrichtung in Betracht gezogen werden.

In einigen Bundesländern sei auch die Zahl der COVID-19-Fälle auf Intensivstationen (ITS) nach einer “Plateau-Phase” gestiegen, warnte der RKI. Der positive Anteil der Tests nimmt ebenfalls wieder zu und liegt nun bei über neun Prozent.

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