Regeln für Großveranstaltungen in den nächsten zwei Wochen

(Symbolfoto: pixabay)

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) mahnt mit Blick auf die Corona-Beschränkungen bei Großveranstaltungen zur Geduld.

Woidke verteidigte am Freitag im Inforadio des rbb die Entscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz vom Donnerstag, wonach nun eine Arbeitsgruppe die genauen Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme klären soll:

„Die großen Events, die sind de facto für 15 Monate verboten, das wäre ein wirklich großer Schritt…. Das muss bundesweit koordiniert werden. Jetzt haben wir also … ganz unterschiedliche Regelungen in den Ländern. Das geht bei einem Fußball-Bundesligisten natürlich nicht. Wenn also die Bundesliga wieder startet und wir Zuschauer ins Stadion lassen wollen, dann muss es ähnliche Regeln und gleiche Regeln in den Ländern geben, und deshalb ist es notwendig, dies hier abzustimmen. Und ich finde den Vorschlag erstmal gut, ich hoffe natürlich sehr, dass es nicht allzu lange dauert, bis wir hier eine Verordnung haben, ich hoffe innerhalb der nächsten zwei Wochen. “

Auch Woidke verteidigte die Brandenburger Strategie, trotz einer bundesweiten siebentägigen Inzidenz von mittlerweile weniger als zehn Corona-Einschränkungen aufrechtzuerhalten:

„Es ist immer ein schwieriger Kompromiss. Wir alle haben die Erfahrung gemacht, dass, solange die Pandemie nicht komplett besiegt und komplett weg ist, sie auch sehr schnell sehr brutal zurückschlagen kann. Wir haben die Erfahrung dreimal gemacht und ich hoffe, wir müssen es nicht ein viertes Mal machen. Und deshalb ist es notwendig, dass wir jetzt bei den Schritten zurück in die Normalität vorsichtig bleiben, besonnen bleiben und vor allem … auch aus den Erfahrungen lernen. Was die Wissenschaft gerade sagt, ist sehr klar. Wir sollten aufpassen, die sogenannte Delta-Variante, die indische Mutation, ist gefährlich und richtet derzeit in Großbritannien großen Schaden an einer weitgehend geimpften Bevölkerung an, viel weiter geimpft als in Deutschland. Und wir müssen daraus lernen, damit wir keine Fehler wie in Großbritannien machen. “

Für Brandenburg hat Woidke dennoch weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Aussicht gestellt – etwa bei privaten Treffen. Er bestätigte, dass das Kabinett am Dienstag entscheiden wird.

„Es ist so, dass man fast sagen kann, dass das normal ist. Es gibt eine Sache, die wir nicht tun wollen, wir wollen nicht, dass die Tests komplett wegfallen. Mit den Tests haben wir viel bessere Tools als noch vor einem Jahr. Wir haben bessere Werkzeuge als vor einem halben Jahr, als wir im Dezember/November unterwegs waren und vieles nicht genau einschätzen konnten. Deshalb wäre es nun fatal, die Tests flächendeckend mehr oder weniger abzuschaffen. Deshalb wollen wir daran festhalten, dass wir auch weiterhin in der Gastronomie und Hotellerie mit bestimmten Inzidenzzahlen testen werden. Wir diskutieren derzeit noch, aber ich glaube fest daran, dass es gut ist, vorsichtig zu sein. “

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