Razzia nach Corona-Impfung von 120 nach München geflogenen Italienern zur Impfung ⋆ Nürnberger Blatt

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Nürnberger Justizpalast – Bild: André Karwath alias Aka / CC BY-SA

Nach der Impfung von 120 Mitarbeitern in einem italienischen Hotel in München hat die Staatsanwaltschaft Nürnberg sieben Verdächtige durchsucht. Ein Apotheker, fünf Ärzte und ein Anwalt stehen im Verdacht der Unterschlagung von Impfstoff, Bestechung und Korruption, wie die Ermittlungsbehörde am Freitag mitteilte. Mehrere Immobilien in München wurden durchsucht, darunter eine Apotheke, eine Arztpraxis und eine Anwaltskanzlei.

Die Hotelangestellten einer Ferienanlage wurden am 21. Mai nach München geflogen und dort eine Corona-Impfung erhalten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Apotheker eine Niederlage vor, weil er den Impfstoff bereitgestellt haben soll. Einer der beschuldigten Ärzte soll den Impfstoff gekauft haben, weitere beschuldigte Ärzte sollen bei der Impfung geholfen haben. Der angeklagte Anwalt soll den Vertrag für die Impfkampagne entworfen haben.

Wie die Staatsanwaltschaft feststellte, durften die Hotelangestellten in Deutschland nicht impfen. An der Razzia waren sechs Staatsanwälte und Polizisten beteiligt.

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