Proteste gegen die PKK: Weitere kurdische Familien schließen sich an

(Foto: Screenshot / Twitter / Diyarbakir Anneleri)

Diyarbakir – Immer mehr kurdische Mütter und Familien beteiligen sich an dem Protest gegen die Terrororganisation PKK vor dem Parteizentrum der oppositionellen HDP in der südosttürkischen Stadt Diyarbakir.

Seit Montag haben sich zwei weitere Familien dem Protest angeschlossen. Medeni Alphan reiste vor allem aus der südöstlichen Provinz Batman an, um am Sitzstreik teilzunehmen. Sein Sohn Eyup wurde vor sieben Jahren gewaltsam hingerichtet. Er war damals 17 Jahre alt.

„Mein Sohn, komm und kapituliere […] Deine Mutter und dein Großvater wurden krank, sie reden den ganzen Tag über dich und können nachts nicht schlafen “, sagte der weinende Vater gegenüber Reportern der Nachrichtenagentur Anadolu. Der trauernde Vater bat seinen Sohn, sich den Sicherheitskräften zu ergeben. Er braucht keine Angst zu haben.

„Übergeben Sie sich unseren Sicherheitskräften. Sie werden dich zu uns bringen. Hab keine Angst “, sagte Alphan zu seinem Sohn.

(Screenshot / Twitter / Anadolu Ajansi)

Vor 27 Jahren entführt

Erdal Şeflek aus der südostanatolischen Stadt Siirt beteiligte sich am Montag am Protest für seinen Bruder Ekrem. Die Terrororganisation hat Ekrem vor 27 Jahren entführt, als er erst acht Jahre alt war, als er die Tiere weidete.

Mütter gegen PKK

Seit September 2019 protestieren kurdische Mütter vor dem HDP-Hauptquartier in der südosttürkischen Stadt Diyarbakir gegen die Terrororganisation PKK um die Freilassung ihrer Kinder. Die Mütter beschuldigen die HDP, ihre Kinder entführt und rekrutiert zu haben. Der HDP wurde vorgeworfen, seit ihrer Gründung Verbindungen zur PKK zu haben. Die separatistische PKK, die als Terrororganisation in der Türkei sowie in den USA und der EU geführt wird, ist für den Tod von rund 40.000 Menschen verantwortlich, darunter zahlreiche Frauen und Kinder.

Kurdische Mutter: “Warum ignorieren mich die Medien?”

Auch in Deutschland protestierte eine kurdische Mutter furchtlos vor dem Bundestag gegen die Terrororganisation.

Maide T. steht seit fast einem Jahr unermüdlich vor dem Bundestag und der Bundeskanzlei und hofft auf die Unterstützung von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Suche nach ihrer Tochter. Bisher jedoch vergebens. Die Medien konnten sie auch nicht erreichen. Ihre zahlreichen Kontakte blieben unbeantwortet, sagte die alleinerziehende Mutter kurdischer Herkunft gegenüber NEX24.

“Warum ignorieren mich die Medien?” Fragt der 51-Jährige verzweifelt.

Die Terrororganisation PKK hat ihre Tochter Nilüfer einer Gehirnwäsche unterzogen und sie laut Maide T im Ausland entführt. Die PKK ist deutschlandweit in sogenannten Kulturvereinen vertreten und zieht zunächst junge Menschen mit Kultur-, Sprach- und Musikprogrammen an.

Ihre Tochter besuchte auch einen dieser Treffpunkte, bevor sie verschwand. Nach einer gewissen Zeit der Akklimatisation beginnt man sich jedoch auf politische Fragen zu konzentrieren. Nilüfer wurde eingeladen, an „Campingferien in den Bergen und in der freien Natur“ im Ausland teilzunehmen.

Die besorgte Mutter hatte ihre Tochter wiederholt vor diesen Clubs gewarnt und sie gebeten, sie nicht noch einmal zu besuchen. Nilüfer beruhigte sie jedoch und versicherte ihr, dass sie nicht auf diese Tricks hereinfallen würde.

“Meine Tochter wollte studieren und hatte große Pläne für ihre Zukunft”, sagte T. Die Justiz hatte sie in Bezug auf die Mehrheit ihrer Tochter “abgelehnt”.

“Würden Sie so auf die Kinder deutscher Politiker reagieren?” Fragt die Mutter verzweifelt.

Es gibt sehr viele Opfer wie sie, aber wer würde es nicht wagen, die PKK zu übernehmen, fährt Maide fort. Sie will das jetzt ändern und hofft, wie in der Türkei, dass noch viel mehr Mütter und Väter aufstehen und sich dieser Indoktrination ihrer Kinder widersetzen werden. Seit mehr als 290 Tagen streiken Dutzende kurdischer Eltern vor dem Parteizentrum der Volkisch-Kurdischen HDP, um ihre Kinder aus der PKK freizulassen.

Eine tragische Geschichte einer alleinerziehenden Mutter, deren einziges Kind von einem kurdischen Kulturverein in Berlin indoktriniert wird, um sich für die sogenannten Rechte der „Kurden“ im „bewaffneten Kampf“ im Südosten der Türkei einzusetzen.

Maide T. kam 1997 aus der Türkei nach Berlin. Sie ist kurdischer Herkunft und wollte mit ihrem Mann in Deutschland einen Neuanfang beginnen. Die Tochter Nilüfer stammt aus der Ehe. Aber dann trennte sich das junge Paar. Von da an arbeitete sie als Altenpflegerin und zog das Kind alleine auf.

Ihre Arbeit als Altenpflegerin war hart und mühsam, aber die Fürsorge für die Tochter sollte nicht leiden; Maide betont das immer wieder. Nilüfer bekam die Liebe und Fürsorge, es zur High School zu schaffen.

“Ich werde nicht aufgeben, bis meine Tochter zurückkommt”, sagte T.

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(Screenshot / Twitter / Anadolu Ajansi)

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