Präsident Emmanuel Macron meldet Plakatbetreiber wegen Hitler-Siedlung

(Screenshot / Facebook)

Paris –Mit zahlreichen Politikern aus Deutschland und Österreich gehört er ist einer der schärfsten Kritiker der Türkei in Bezug auf Presse- und Meinungsfreiheit. Er verurteilt den türkischen Präsidenten Rezept Tayyip Erdogan zum Beispiel immer wieder für seinen Umgang mit Medienvertretern. Erdogan beschuldigte das Satiremagazin Charlie Hebdo der “Islamophobie” und forderte Verbote.

Der französische Präsident Emmanuel Macron geht wegen Plakaten, die ihn als Hitler zeigen vertreten, na ja rechtliche Schritte gegen einen Plakatbetreiber einzuleiten. Die Poster zeigten Macron als Nazi-Führer mit Hitler-Schnurrbart, in voller Uniform und mit einem Hakenkreuz-Armbinde. Der dazugehörige Slogan lautet: „Obey. Geimpft werden. ” Michel-Ange Flori, der das Bild entworfen hat, sagte einer Lokalzeitung, er sei von der örtlichen Polizei vorgeladen worden. “Sie haben bestätigt, dass es eine Beschwerde vom Elysée gegeben hat”, sagte Flori gegenüber Var-Matin. “Ich war überrascht und schockiert.”

Später twitterte er: “Im Macron-Land ist es Satire, die zeigt, wie sich der Hintern des Propheten und die Blasphemie über Macron als Diktator lustig machen”, und bezog sich dabei auf die umstrittenen Karikaturen des Propheten Mohammed in der Satirezeitung Charlie Hebdo.

“Sie können Hitler sehen, aber Sie können auch Stalin sehen, oder ich sehe Charlie Chaplin in The Dictator”, sagte Flori defensiv auf Twitter. „Diese Plakate zielen darauf ab, diese Demokratie herauszufordern, in der Entscheidungen von einem Gesundheitsrat ohne Diskussion getroffen werden“, sagte er. Der auf Korsika geborene Flori, der in der Region Var rund 400 Plakate besitzt, hatte zuvor mit seinen Plakaten für Kontroversen gesorgt.

Der Straftatbestand der „Beleidigung des Präsidenten der Republik“ wurde 2013 nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, in dem Frankreich verurteilt wurde, abgeschafft, aber das Staatsoberhaupt ist wie jeder normale Bürger vor Beleidigung und öffentlicher Diffamierung geschützt, selbst wenn die manchmal als Angriff auf die Meinungsfreiheit bezeichnete Strafverfolgung ist selten.

Es ist nicht das erste Mal, dass Macron mit dem deutschen Diktator verglichen wird. 2018 geriet die französische Zeitung „Le Monde“ in die Kritik, weil sie in ihrem Wochenmagazin „M“ ein Macron-Cover veröffentlicht hatte, das nach Meinung einiger Hitler ähnelt.

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