Polizeipräsident: Kriminelle Clans wollen Beamte einschüchtern

(Foto: nex24)

Osnabrück – Laut Michael Maßmann, Polizeichef von Osnabrück, setzen kriminelle Clans nicht nur Polizisten unter Druck, sondern auch Angestellte anderer Behörden.

In einem Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (NOZ) Er sagte, es gebe Versuche, zum Beispiel die Angestellten von Sozialämtern einzuschüchtern – “zum Beispiel den Hinweis, dass man weiß, wo der Mitarbeiter der jeweiligen Behörde lebt”. Das Verhalten krimineller Clanmitglieder ist nicht nur durch ein “Maximum an Respektlosigkeit” gegenüber der Polizei gekennzeichnet, sondern gegenüber allen Vertretern des Staates. “Der Staat muss seine Beamten und Mandatsinhaber schützen, wir dürfen keine Bedrohung oder Respektlosigkeit akzeptieren”, sagte Maßmann.

Nach Angaben des Polizeichefs wurden in seiner Geschäftsführung 700 Operationen im Zusammenhang mit Clans registriert, die Westniedersachsen von der Nordseeküste bis zur Grenze zu Nordrhein-Westfalen abdecken. Dies beinhaltete eine schwere Razzia Mitte Dezember in Ostercappeln (Landkreis Osnabrück) und Osnabrück mit Verhaftungen und der Beschlagnahme beträchtlicher Vermögenswerte. In diesem Zusammenhang sprach sich der Polizeichef für erweiterte Optionen für die sogenannte Asset Recovery aus.

Maßmann sagte: “Auch wenn wir ziemlich sicher sind, dass das Auto mit belastendem Geld gekauft wurde und der Fahrer in kriminelle Geschäfte verwickelt ist, können wir die Fahrzeuge oft nicht beschlagnahmen.” Strohmänner würden verwendet, um die Fahrzeuge zu registrieren. Die Ermittler brauchten laut Maßmann auch Zugang zu solchen verschleierten Vermögenswerten. Er sprach sich auch für eine Bargeldobergrenze für Einkäufe aus, “damit Gewinne aus illegalen Transaktionen nicht in großem Umfang durch Bargeldkäufe weggespült werden können”.

Der Polizeipräsident schlug auch Abbruchprogramme für Clanmitglieder vor: “Wir müssen Perspektiven für Menschen schaffen, die aus dem kriminellen Milieu herauskommen wollen.” Dies gilt für die Bereiche Jugend- und Integrationsarbeit. Aber: “Wir sollten auch über Schulabbrecherprogramme nachdenken, ähnlich denen, die wir aus dem Bereich der Bekämpfung des Extremismus kennen.”

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