Pandemieforscher Prof. Dr. Kai Nagel: “Keine Ausgangssperre, aber Eingangsschloss!”

(Beispielfoto: nex24)

Nach der Ratifizierung des verschärften Infektionsschutzgesetzes appelliert Dr. Kai Nagel, Professor an der TU Berlin, die ab Samstag bundesweit geltende Notbremse in unser eigenes Handeln umzusetzen:

“Eigentlich ist es vielleicht keine Ausgangssperre, aber es sollte ein Einreiseverbot sein”, sagte Nagel am Freitag im Mittagsmagazin der ARD. „Jedes Mal, wenn Sie ein Gebäude betreten, das nicht Ihr eigener Haushalt ist, sollten Sie irgendwie über Schutzmaßnahmen nachdenken. Also Maske oder gültiger Schnelltest oder Impfung oder einzelne Ämter. “”

Der Wissenschaftler an der TU Berlin sieht Parallelen zur Situation im November letzten Jahres, als die Inzidenzen ebenfalls auf hohem Niveau waren und es „weder einen signifikanten Anstieg noch einen signifikanten Rückgang“ gab. Hoffentlich hilft bald das wärmere Wetter:

“Laut Modell hilft dies, weil die Aktivitäten dann nach draußen verlagert werden und die Dinge dann langsam sinken würden.” Das ist positiv. Die Impfungen haben jedoch noch nicht zu einem signifikanten Rückgang der Infektionszahlen geführt. Dies wäre nur dann der Fall, wenn rund 50 Prozent der Menschen geimpft worden wären.

Es gibt jedoch bereits rund 10 Prozent Impfungen nach Infektionen. Diese Art der Immunisierung ist jedoch der viel riskantere Weg, da das Risiko schwerer Verläufe und langfristiger Schäden besteht.


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