ÖVP wirft den jungen Politiker Resul Yiğit raus

(Screenshot / Facebook)

Ein Gastbeitrag von Abdullah Bağ

In den letzten Tagen hat die erneute Besetzung Palästinas weltweit für Drama gesorgt. Seit ein junger politischer Funktionär in Wien seine Solidarität mit Palästina zum Ausdruck gebracht hat, soll er von seiner Partei plötzlich aus der Tür geworfen worden sein.

Dies verweigert jedoch seine Mitgliedschaft. „Die eigene Meinung zu äußern ist für die ÖVP ein No-Go. In diesem Fall war es nur ein Profilbild! Erklärt Resul Yigit als Antwort auf seinen Social-Media-Kanal.

In Österreich vergeht fast kein Tag ohne die Darstellung neuer politischer Skandale. Diesmal kam der Wirbel aus den “jüngeren Reihen”. Angesichts der jüngsten bewaffneten Konflikte im Nahen Osten drücken viele Menschen ihre Solidarität aus. So auch Resul Yiğit, ein in der Türkei geborener (Ex) – junger Funktionär der JVP Favoriten. Wie Kurier Berichten zufolge wollte Yiğit seine Solidarität mit den Opfern und der muslimischen Zivilgesellschaft demonstrieren. Zu diesem Zweck fügte er seinem Facebook-Profilbild die palästinensische Flagge und den Satz „Freiheit für Palästina“ hinzu. Er soll von einem Tag auf den anderen aus der Jugendorganisation der Österreichischen Volkspartei ausgeschlossen worden sein.

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ließ kürzlich eine israelische Flagge vor dem Kanzlerhaus hissen, was ihm starke Kritik einbrachte. “Das Leben eines palästinensischen Kindes und einer palästinensischen Mutter ist nicht weniger wert als das Leben eines israelischen Kindes oder einer israelischen Mutter und umgekehrt”, war die mutige Kritik des ehemaligen österreichischen Präsidenten Heinz Fischer in seinem Gastkommentar für die Wiener Zeitung.

Nur wenige Minuten nach dem Ändern des Profilbildes auf seiner Facebook-Seite soll der ehemalige Geschäftsführer von JVP Favoriten eine Reaktion eines FPÖ-Politikers in den sozialen Medien bemerkt haben. Yiğit nutzte seine Meinungsfreiheit auf andere Weise. Er kommentierte den Vorfall in einem Video Facebook.

Wer ist dieser junge Wiener Politiker Yiğit? Nach seinen Informationen verbrachte er seine Jugend in der ÖVP und ihren Vereinen und wuchs in dieser Managementschule auf. Aber wie kam er überhaupt in die Österreichische Volkspartei? Was interessierte ihn dort? Will der junge Politiker jetzt seine politische Karriere fortsetzen oder will er nicht länger politisch aktiv bleiben? Warum wollte er Solidarität mit den Opfern der palästinensischen Zivilbevölkerung zeigen? Er beantwortet alle Fragen zu diesem aufregenden Vorfall und mehr in seiner Facebook-Videobotschaft.

Ein Politiker erlebte einen ähnlichen Vorfall in Berlin. Nach einem Facebook-Post, in dem die Berliner CDU-Politikerin Ayten Erdil von “Verbrechen gegen die Menschlichkeit” im Zusammenhang mit der israelischen Gewalt in Jerusalem sprach, musste sie zurücktreten. Der Beitrag spiegelte nicht die Meinung der CDU Berlin wider, teilte die Partei anschließend auf Twitter mit.

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