Ostkommissar Wanderwitz nennt die CDU-Bundestagskandidatur von Maassen “Wahnsinn” ⋆ Nürnberger Blatt

Hans-Georg Maaßen – Bild: Opposition 24 / CC BY 2.0

Der Ostkommissar der Bundesregierung, das sächsische CDU-Mitglied des Bundestages Marco Wanderwitz, kritisiert die angestrebte Bundestagskandidatur des ehemaligen Leiters des Verfassungsschutzes Hans-Georg Maassen für seine Partei. “Das ist verrückt”, sagte er am Samstag gegenüber dem Redaktionsnetzwerk in Deutschland. “Aus meiner Sicht war Herr Maassen in Bezug auf Stil und Inhalt lange Zeit nicht mit der Christlich-Demokratischen Union vereinbar.”

Maaßen will für die CDU für den Bundestag im Wahlkreis 196 in Südthüringen kandidieren. Berichten zufolge hat ihn bereits einer der örtlichen Bezirksverbände nominiert.

Der aus Nordrhein-Westfalen stammende Maaßen leitete von 2012 bis 2018 das Bundesamt für Verfassungsschutz. Davor war er seit 1991 in verschiedenen Abteilungen des Bundesinnenministeriums tätig, ab 2008 als Leiter der Personal zur Terrorismusbekämpfung.

Im Jahr 2018 geriet Maaßen unter Beschuss, nachdem er Aussagen über rechtsextremistische Unruhen in Chemnitz relativiert hatte. Er wurde nach langem Hin und Her ersetzt, als er später auch von “linksradikalen Kräften” in der SPD sprach. Im November 2018 wurde er auf Antrag von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) vorübergehend in den Ruhestand versetzt.

Maaßen befürwortet einen harten Kurs in der Migrationspolitik. Nachdem er seinen Posten als Präsident des Amtes für den Schutz der Verfassung verloren hatte, gab es vorübergehende Spekulationen, dass er der AfD beitreten könnte. Zu dieser Zeit gab es auch Gerüchte über ein mögliches Ausschlussverfahren für CDU-Parteien, das nicht stattfand.

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