Niedersachsen warnt vor Allianzen zwischen Querdenkern und Rechtsextremen ⋆ Nürnberger Blatt

Querdenken – Collage: glamssup

Niedersachsens Sicherheitsbehörden warnen vor neuen Allianzen an der Schnittstelle zwischen sogenannten Querdenkern, Rechtspopulisten und Rechtsextremisten. Die Proteste von Corona-Leugnern und ähnlichen Gruppierungen, die zum Teil auch vom niedersächsischen Verfassungsschutz beobachtet wurden, zeigten „einige Züge verfassungsfeindlichen Denkens“ und rechtsextreme haben es bereits als Tor in neue Kreise, teilte die Landesregierung am Donnerstag in Hannover mit der Vorlage des Verfassungsschutzberichts für das Jahr 2020 mit.

Diese Entwicklung komme einem „grundlegenden Strukturwandel“ in der rechtsextremen Szene gleich. Innenminister Boris Pistorius (SPD) bezeichnete den Rechtsextremismus bei der Präsentation als “eine der größten Herausforderungen”. Durch ihre Strategie der „Vermischung rechtsextremer und rechtspopulistischer Positionen“ gewinnt die Szene neue und zusätzliche Anhänger.

Diese Entwicklung war nach Angaben der Behörden auch mit „zunehmender Brutalität in der politischen Debattenkultur“ verbunden. In Niedersachsen beispielsweise wurden mehr als 2000 Drohungen und Angriffe gegen Amtsträger gezählt.

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