Nacktfotos: Aljazeera-Moderator Oueiss verklagte den saudischen Prinzen Mohammed Bin Salman

Ghada Oueiss (Foto: Facebook)

Miami – Der libanesische Moderator des katarischen Fernsehsenders Al Jazeera, Ghada Oueiss, hat in Florida Klage gegen den Kronprinzen von Saudi-Arabien, Mohammed Bin Salman, den Kronprinzen der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed Bin Zayed und andere Beamte eingereicht aus den beiden Ländern. Ihr Handy wurde mit einer israelischen Spionagesoftware gehackt und versuchte sie wegen ihrer kritischen Berichte über das Königreich zu erpressen.

Das Oueiss-Telefon soll durch eine Sicherheitslücke im WhatsApp-Messaging-Dienst infiltriert worden sein. Mit den Hacking-Tools der in Israel ansässigen NSO Group ist es möglich, Spyware in ein Gerät zu schmuggeln, so die Klage. Die Spyware wurde entwickelt, um das Schutzprogramm von Mobiltelefonen außer Kraft zu setzen und so Zugang zu Audio- und Videomaterial zu erhalten.

„Es ist klar, dass die Saudis, die VAE, konzertierte und koordinierte Anstrengungen unternehmen [Vereinigte Arabische Emirate] und einige US-Bürger gaben Kritikern ihres Regimes zum Schweigen, und ihre neuesten Taktiken sind die Verwendung von illegalem Hacking, die Veröffentlichung gestohlener und manipulierter Bilder und eine Online-Einschüchterungskampagne “, sagte Daniel Rashbaum, Anwalt von Oueiss und ehemaliger Bundesanwalt.

Diese Bilder, von denen einige manipuliert wurden, um sie nackt erscheinen zu lassen, wurden angeblich von einem pro-saudischen Netzwerk von Twitter-Nutzern verbreitet, darunter eine Amerikanerin, Sharon Collins, ebenfalls aus Oueiss
wurde neben Prinz Mohammed, dem De-facto-Herrscher der VAE, Mohammed bin Zayed, mehreren ihrer Adjutanten und zwei saudischen Nachrichtenagenturen verklagt.

Ziel ist es, “Ihre Persönlichkeit und Ihre journalistische Karriere zu untergraben”.

In der Klage wurden keine konkreten Beweise dafür vorgelegt, dass der Hack auf ihrem Telefon von Saudi-Arabien kontrolliert wurde. Stattdessen stützte sie sich auf Beweise, die ihrer Ansicht nach in ein Muster der Belästigung kritischer ausländischer Journalisten und des Missbrauchs der Spionagesoftware der NSO Group durch das Königreich passen, wie es von Menschenrechtsgruppen dokumentiert und behauptet wird.

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– Truthahn –
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