Nach dem Brexit: Großbritannien kündigt Freihandelsabkommen mit der Türkei an

Der britische Premierminister Boris Johnson (l) und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei einem Treffen im Jahr 2019 (Archivfoto: tccb)

London – Wie das britische Handelsministerium am Sonntag bekannt gab, werden Großbritannien und die Türkei am Dienstag ein Freihandelsabkommen unterzeichnen.

Die britische Handelsministerin Liz Truss hoffte, dass bald ein maßgeschneidertes Abkommen zwischen den Ländern geschlossen werden könnte, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.

„Das Abkommen, das wir voraussichtlich in dieser Woche unterzeichnen werden, umfasst zollfreie Handelsabkommen und wird zur Unterstützung unserer Handelsbeziehungen beitragen. In Großbritannien wird es Tausende von Arbeitsplätzen in den Bereichen Fertigung, Automobil- und Stahlsicherheit geben “, sagte Truss in einer Erklärung.

Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu gab in einem Interview mit der in London ansässigen Wirtschaftszeitung bekannt Financial Times plant bereits im Juli dieses Jahres ein Freihandelsabkommen zwischen der Türkei und Großbritannien.

Der zweitgrößte Handelspartner der Türkei

Financial Times betonte, dass Großbritannien nach Deutschland mit einem Handelsvolumen von 18,8 Milliarden Pfund (fast 21 Milliarden Euro) der zweitgrößte Handelspartner der Türkei ist und dass in der Türkei mehr als 2.500 britische Unternehmen tätig sind, darunter BP, Shell, Vodafone, Unilever und BAE Systems , HSBC, Aviva und Diageo.

Die Handelsgespräche zwischen der Türkei und Großbritannien nahmen Fahrt auf, nachdem Großbritannien am 31. Dezember 2019 die EU verlassen hatte.

„Wir haben bereits mit Großbritannien vereinbart, dass wir unseren bilateralen Handel in der Zeit nach dem Brexit ausweiten werden. In Bezug auf das Volumen haben wir ein Ziel von 20 Milliarden US-Dollar [bilateraler Handel] eingestellt “, sagte Cavusoglu.

In einem Briefing mit türkischen Reportern betonte er, dass die Türkei und Großbritannien nach dem Brexit in vielen Bereichen zusammenarbeiten würden.

Brexit-Handelspakt: EU-Staaten stimmen für vorläufige Anwendung

Nach dem Abkommen mit Großbritannien am Montag hat die Europäische Union ab dem 1. Januar die vorläufige Anwendung des Brexit-Handelspakts eingeleitet. Die Bundesregierung habe zuvor zugestimmt, berichtet die ZDF.

Dementsprechend stimmten die Botschafter der 27 Mitgliedstaaten dem Vorschlag zu und leiteten eine schriftliche Entscheidung ein, die am Dienstag abgeschlossen werden sollte. Dies gab ein Sprecher des Deutschen EU-Ratsvorsitzes auf Twitter bekannt.

Interessant auch

– Ankara –
Der ukrainische Ministerpräsident Schmyhal will ein Freihandelsabkommen mit der Türkei

Die Türkei ist ein wichtiger strategischer Partner für die Ukraine, sagte Denys Schmyhal am Sonntag.

Der ukrainische Ministerpräsident Schmyhal will ein Freihandelsabkommen mit der Türkei

Leave a Comment