Microsoft warnt vor einem Angriff mit “DearCry” -Malware auf Exchange-Server ⋆ Nürnberger Blatt

Microsoft in München - Bild: dvoevnore via Twenty20
Microsoft in München – Bild: dvoevnore via Twenty20

Der Software-Riese Microsoft hat vor einer neuen Art von Malware gewarnt, die eine kürzlich entdeckte Sicherheitsanfälligkeit in Microsoft Exchange-Servern ausnutzt. Die Ransomware mit dem Namen “DearCry” erschien auf Servern, die von der Sicherheitsanfälligkeit betroffen waren, schrieb Microsoft am Freitag auf Twitter. “DearCry” ist gesperrt. Experten schreiben den Angriff einer chinesischen Hackergruppe zu.

Hacker verwenden Ransomware, um zu versuchen, Computersysteme zu verschlüsseln und Geld von Benutzern zu erpressen, um die Daten freizugeben. “DearCry” ist der neueste Hinweis darauf, dass die Sicherheitslücke, die diesen Monat auf Zehntausenden von Servern weltweit bekannt wurde, einer Vielzahl von Hackern, Cyberkriminellen und Cyberspionage-Betreibern die Tür öffnen könnte oder bereits die Tür geöffnet hat.

Das Bundesamt für Informationssicherheit (BSI) hat Anfang März auf die Schwachstelle bei Microsoft Exchange-Servern hingewiesen. Nach Angaben des IT-Dienstleisters Shodan können Zehntausende von Exchange-Servern in Deutschland über das Internet angegriffen werden und sind höchstwahrscheinlich bereits mit Malware infiziert, schrieb das BSI auf seiner Website. Die Behörde empfiehlt dringend, die von Microsoft bereitgestellten Sicherheitsupdates zu importieren.

Während das Schließen der Sicherheitsanfälligkeit einfach sein wird, “wird es nicht einfach sein, bereits kompromittierte Systeme zu reparieren”, sagte Brent Callow von der Sicherheitsfirma Emsisoft. Er forderte die Regierungen auf, schnell eine Strategie zu entwickeln, mit der Organisationen ihre Exchange-Server sichern können, “bevor sich eine bereits schlechte Situation verschlimmert”.

Der möglicherweise verheerende Hackerangriff erfolgte nur wenige Monate nach den Enthüllungen über den Angriff auf die Software des US-amerikanischen Unternehmens SolarWinds. Russland soll dahinter stehen.

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