Mexiko tadelt internationale Modeketten wegen Aneignung indigener Muster ⋆ Nürnberger Blatt

Zara store – Bild: Raimonds_Kalva über Twenty20

Das mexikanische Kulturministerium hat drei internationale Bekleidungsketten scharf wegen der unaufgeforderten Verwendung indigener Muster kritisiert. In einem Brief an die spanische Firma Zara und die beiden US-Ketten Anthropologie und Patowl forderte die Ministerin Alejandra Frausto eine öffentliche Erklärung zur Aneignung des “gemeinsamen Eigentums” verschiedener indigener Völker sowie Vorschläge für deren Entschädigung als ihr Ministerium am Freitag angekündigt.

In ihrem Brief vom 13. Mai plädierte Frausto für „fairen Handel“ und die Gleichbehandlung einheimischer Kreativer, Unternehmer und Designer. Es sei eine Frage der “ethischen Überlegung”, auf dem “Schutz der Rechte indigener Völker” zu bestehen und darüber zu diskutieren, fuhr sie fort. Unter anderem beschwerte sie sich über einen Gürtel für ein Midikleid, bestickte Shorts und bedruckte T-Shirts mit Elementen aus der Kultur der Mixtec- und Zapotec-Völker.

In der Vergangenheit hatte das Ministerium international bekannte Designer oder Bekleidungsketten wiederholt gerügt, weil sie die Muster und Stickereien indigener Völker für ihre Kollektionen verwendet hatten.

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