Merkel nennt den Umgang der Gewerkschaftsabgeordneten in der Maskenaffäre “empörend” ⋆ Nürnberger Blatt

Angela Merkel – Bild: Bundesregierung / Bergmann

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das Geschäft mehrerer Abgeordneter der Unionsparlamentarier in der sogenannten Maskenaffäre scharf verurteilt. Was passiert ist “ist völlig inakzeptabel und empörend”, sagte Merkel am Sonntagabend im ARD-Programm “Anne Will”. Die Tatsache, dass es sich um Abgeordnete der Union handelt, “tut besonders weh”. Aber jetzt “wurden die notwendigen Schlussfolgerungen daraus gezogen”.

Die Affäre der Maskengeschäfte von Abgeordneten in der Koronapandemie hatte die CDU und die CSU kürzlich in schwere politische Bedrängnis gebracht. Die Abgeordneten der Union, Georg Nüßlein, Nikolas Löbel, Mark Hauptmann und Tobias Zech, traten daher zurück. Die Umfragen der Union gingen kürzlich auf bis zu 25 Prozent zurück, der Abstand zu den Grünen verringerte sich spürbar.

Im Interview über die Corona-Politik ein halbes Jahr vor den Bundestagswahlen warnte Merkel auch: “Die CDU hat keinen Rechtsanspruch auf die Kanzlei.” Sie war sich “in jedem Wahlkampf bewusst”, dass “dies eine große Ehre ist”. Sie glaubt jedoch, “dass die Union das Potenzial hat, gute Antworten auf die sich ergebenden Fragen zu geben”.

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