Mehrere Tote bei Schüssen im US-Supermarkt ür Nürnberger Blatt

Polizei – Bild: Chalabala über Twenty20

Bei einer Schießerei in einem Supermarkt in Colorado, USA, wurden mehrere Menschen getötet. Ein Polizist war unter den Opfern, sagte Kerry Yamaguchi, Polizeichef der Stadt Boulder, am Montagabend (Ortszeit). Ein Verdächtiger wurde verletzt und befindet sich in Haft. Yamaguchi gab keine Auskunft über die genaue Anzahl der Opfer. Mehrere US-Medien berichteten unter Berufung auf Ermittler, dass mindestens sechs Menschen getötet worden seien.

Der Angreifer eröffnete am Nachmittag das Feuer in einem Supermarkt in der Stadt Boulder, etwa 50 Kilometer nordwestlich von Denver. Die Polizei kam mit einem großen Kontingent. Ein Live-Internetvideo wurde gezeigt, als die Beamten einem Mann, der aus seinem Bein blutete, Handschellen anlegten. Polizeichef Yamaguchi äußerte sich nicht dazu, ob er der verhaftete Verdächtige war.

US-Präsident Joe Biden sei über das Verbrechen informiert worden, schrieb seine Sprecherin Jen Psaki auf dem Onlinedienst Twitter. Der Gouverneur von Colorado, Jared Polis, sprach von einer “sinnlosen Tragödie”. Boulders Bürgermeister Sam Weaver war ebenfalls schockiert von der Gewalttat.

Erst letzte Woche erschütterten tödliche Angriffe auf drei Massagestudios im Bundesstaat Georgia die USA. Acht Menschen wurden erschossen, darunter sechs Frauen asiatischer Herkunft.

Zwei der schlimmsten Schusswaffenangriffe in der jüngeren US-Geschichte waren in den letzten Jahrzehnten in Colorado aufgetreten. An der Columbine High School in Littleton erschossen zwei Teenager im April 1999 zwölf Klassenkameraden und einen Lehrer. Anschließend begingen sie Selbstmord. Im Juni 2012 eröffnete ein 24-jähriger Mann in einem Kino in der Stadt Aurora das Feuer und tötete zwölf Menschen. Der Schütze wurde später zu lebenslanger Haft verurteilt.

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