Mann ertrinkt autistische Söhne in Los Angeles für Geld aus der Lebensversicherung ⋆ Nürnberger Blatt

US Police Line - Bild: RLTheis über Twenty20
US Police Line – Bild: RLTheis über Twenty20

In Kalifornien wurde ein Mann zu 212 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er seine beiden autistischen Söhne ertränkt hatte, um eine Lebensversicherung abzuschließen. Ein Bundesrichter in Los Angeles verhängte am Donnerstag die Höchststrafe gegen den 45-jährigen Ali Elmezayen. Der Verurteilte ist ein “gieriger und brutaler Mörder”. Der Familienvater hat einen “böswilligen und teuflischen Plan” ausgearbeitet, um Geld zu bekommen.

Der Anklage zufolge fuhr Elmezayen im April 2015 sein Auto im Hafen von Los Angeles absichtlich ins Wasser. Er selbst konnte sich durch das offene Fenster seines Autos in Sicherheit bringen. Seine schwerbehinderten Söhne im Alter von acht und 13 Jahren ertranken.

Elmezayens Ex-Frau, die ebenfalls im Auto saß, konnte sich befreien. Der Nichtschwimmer überlebte nur, weil ein Fischer ihr eine Boje warf.

Der Anklageschrift zufolge hat der Mann zwischen Juli 2012 und März 2013 bei acht Versicherungsunternehmen eine Lebensversicherung für sich und seine Familie abgeschlossen. Der Gesamtwert betrug drei Millionen Dollar. Der Anklageschrift zufolge wartete er dann, bis eine Mindestfrist von zwei Jahren für alle Versicherungsunternehmen abgelaufen war.

Nach dem Tod seiner Kinder hat er mehr als 260.000 US-Dollar eingespielt. Mit dem Geld kaufte er Immobilien in Ägypten, seinem Herkunftsland, und kaufte ein Boot. Elmezayen wurde schließlich im November 2018 verhaftet. Seitdem befindet er sich in Haft.

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