Lindner fordert eine Lockerung der Koronabeschränkungen, wenn die Inzidenz unter 35 ⋆ Nürnberger Blatt liegt

Christian Lindner – Bild: INSM / CC BY-ND 2.0

FDP-Parteivorsitzender Christian Lindner fordert die sofortige Eröffnung einer Genehmigung für Geschäfte, Restaurants und Fitnessstudios in Regionen mit einer geringen Inzidenz von neuen Korona-Infektionen innerhalb von sieben Tagen. “Landkreise und Stadtteile, die unter die 35 fallen, müssen sofort beginnen können”, sagte Lindner gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben). Es gibt viele Regionen, in denen die siebentägige Inzidenz bereits unter 35 liegt. Dort sind Öffnungsschritte über Schulen, Kindertagesstätten und Friseure hinaus möglich.

Eine Eröffnung wird niemals risikofrei sein, gab Lindner zu. Dies ist jedoch kein Grund, das Land dauerhaft zu sperren. Die Frage ist, ob Risiken gerechtfertigt sind, beispielsweise im Hinblick auf erwartete Migrationsbewegungen zwischen Regionen mit Lockerung und Regionen mit strengen Regeln.

“Es besteht kein Risiko für Menschenmassen in Schulen, es gibt dauerhafte Mitgliedschaften in Fitnessstudios und die Anzahl der Besucher kann im Einzelhandel und in der Gastronomie begrenzt werden”, sagte Lindner. Wenn Friseure mit einem Hygienekonzept öffnen dürfen, sollte dies auch für andere Unternehmen, Einzelhandel, Kultur und Gastronomie gelten.

In diesem Zusammenhang forderte Lindner die rasche Genehmigung von Selbsttests. Sie müssten billig und in großer Anzahl verfügbar sein, und das Testergebnis müsste zuverlässig sein, beispielsweise mit Hilfe einer App. Unter diesen Bedingungen könnte ein negativer Schnelltest in Zukunft die Eintrittskarte für Theater, Kino oder andere sein.

In mehreren Bundesländern gibt es noch Vorbehalte gegen die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), dass allen Bürgern ab dem 1. März kostenlose Schnelltests in Apotheken oder bei Ärzten im ganzen Land angeboten werden. “Pläne und Überlegungen sind im Gange – aber Einen Starttermin hierfür kann ich heute keineswegs bestätigen “, sagte ein Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde der Zeitung” Bild “.

Das hessische Gesundheitsministerium antwortete auf eine „Bild“ -Anfrage: „Bisher hatten wir nur einen in den Medien weit verbreiteten Entwurf zur Änderung der föderalen Teststrategie. Alles andere hängt zunächst von der zeitnahen und formalen Spezifikation der Bundesregierung ab. Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium teilte der Zeitung mit, dass die Informationen über die Verwendung der Schnelltests durch die Bundesregierung kürzlich verfügbar seien. “Die Details der weiteren Implementierung werden derzeit noch geprüft.”

In Bremen sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde: “Leider wurden noch nicht genügend Informationen zur Verfügung gestellt.” Aber die Bundesregierung wird “sicherlich in der kommenden Woche eine Verordnung vorlegen, nach der wir dann entscheiden können, wie genau die Umsetzung aussehen könnte”.

Bayern ist optimistischer. Dort sagte ein Sprecher des Ministeriums: “Aufgrund der zahlreichen derzeit aktiven kommunalen Testzentren und der teilnehmenden Vertragsärzte am sogenannten bayerischen ‘Testangebot für alle’ gibt es bereits ein umfangreiches kostenloses Testangebot für Menschen im Freistaat, das ist seit November 2020 auch verfügbar, indem der Einsatz von Antigen-Schnelltests erweitert wurde. “Die vom Bundesgesundheitsministerium angekündigten kostenlosen Bürgertests sind im Freistaat bereits„ Realität in der Praxis “.

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