Laschet und Spahn demonstrieren Einheit ⋆ Nürnberger Blatt vor dem CDU-Parteitag

Jens Spahn – Bild: BMG

Weniger als eine Woche vor dem CDU-Parteitag haben sich Armin Laschet und Jens Spahn, die als Team für den Parteivorsitz und den stellvertretenden Vorsitz kandidieren, gegenseitig ihre Loyalität zugesichert. Er habe sich von Spahn nicht betrogen gefühlt, sagte NRW-Ministerpräsident Laschet von “Bild am Sonntag”, um zu berichten, der Bundesgesundheitsminister Spahn erwäge seine eigene Kandidatur als Kanzler. Spahn seinerseits sagte gegenüber “Welt am Sonntag”, dass er Laschet als Parteiführer befördere.

Am kommenden Samstag will die CDU auf ihrer ersten rein digitalen Parteikonferenz entscheiden, wer Annegret Kramp-Karrenbauer an der Spitze der Partei nachfolgen wird. Neben Laschet bewerben sich der frühere Fraktionsvorsitzende der Union, Friedrich Merz, und der Außenpolitiker Norbert Röttgen um den Vorsitz. Bisher ist in Umfragen kein klarer Favorit aufgetaucht. So liegt Merz nach dem jüngsten ARD-Trend „Deutschland“ vom Donnerstag mit 29 Prozent vor den CDU-Anhängern, aber Laschet hat gegenüber der vorherigen Umfrage um zehn Prozentpunkte aufgeholt und liegt nun mit 25 Prozent wie Röttgen.

1001 Delegierte werden in „digitalen Wahlkabinen“ abstimmen, gefolgt von einer Briefwahl, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die beiden Verlierer können nicht mehr auf die Liste gesetzt werden. Das Ergebnis der Briefwahl am 22. Januar wird gezählt und bekannt gegeben. Es ist jedoch noch nicht entschieden, wer die Union als Kanzlerkandidat in den Wahlkampf führen wird. Die diesbezüglichen Überlegungen werden sich möglicherweise bis ins Frühjahr hinziehen – im März finden in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg Landtagswahlen statt.

Laschet befürwortete, dass entweder der Parteivorsitzende der CDU oder der Vorsitzende der CSU Kanzlerkandidat sein sollten. “Dies ist eine erfolgreiche Tradition unter den Unionsparteien”, sagte er über “Bild am Sonntag”.

Mit Blick auf seine persönlichen Umfragen, die schlechter sind als die von Spahn oder CSU-Chef Markus Söder, bezog sich Laschet auf die nordrhein-westfälischen Landtagswahlen 2017. Damals galt sein SPD-Konkurrent Hannelore Kraft als unschlagbar, aber: „Ich habe Die Wahl hat gewonnen. Sie sollten sich nicht von Umfragen leiten lassen, wenn Sie politische Überzeugungen haben. Laschet sagte, er habe jeden Tag mit Spahn gesprochen, einschließlich Medienberichten. “Wir müssen oft lächeln.” Er hat nicht das Gefühl, dass Spahn ihn betrogen hat.

Spahn sagte der “Welt am Sonntag”, dass er Laschet als Parteiführer und für “unser Teamangebot” bewerbe. Er kandidiert nicht als Kanzlerkandidat, sondern als stellvertretender Vorsitzender. Natürlich spreche er vor dem Parteitag mit vielen Mitgliedern der CDU, sagte Spahn, und das Thema, wer die Union bei den Bundestagswahlen führen werde, werde ebenfalls zur Sprache kommen. Er hat diese Diskussion jedoch nicht angesprochen. „Das wird eine Entscheidung sein, die CDU und CSU gemeinsam diskutieren werden. Die Parteiführer spielen die Hauptrolle. “”

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