Länder vereinbaren einheitliche Artenschutzstandards für Windkraft ⋆ Nürnberger Blatt

Symbolisches Bild: Windkraftanlagen im Land

Auf einer Sonderkonferenz mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) einigten sich die Umweltminister der Bundesländer auf einheitliche Artenschutznormen für Windkraftanlagen. Schulze sprach dann am Freitag in Berlin von einem Signal für schnellere Genehmigungsverfahren für den Ausbau der Windenergie. In der Mitteilung geht es in erster Linie um das Problem des Vogelschlags, dh den Tod von Vögeln bei Kollisionen mit Windkraftanlagen.

“Heute haben wir zum ersten Mal einen landesweit einheitlichen Rahmen für die Bewertung der Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Vögel festgelegt”, sagte die Vorsitzende der Konferenz der Umweltminister, Priska Hinz (Grüne), Leiterin der hessischen Abteilung. “Dies schafft Klarheit und Vereinfachungen für die antragstellenden Unternehmen, Sicherheit für die Genehmigungsbehörden und zeigt klare Grenzen, wo der Schutz bedrohter Arten Vorrang haben muss.”

Hinz betonte auch die Bedeutung der Energiewende für den Klimaschutz und damit “in welchem ​​Zustand wir die Erde unseren Kindern übergeben”.

“Der rasche und mutige Ausbau der Windenergie ist eine wesentliche Säule für den Klimaschutz und damit auch für die Erhaltung unserer natürlichen Lebensgrundlage”, war auch Schulze überzeugt. “Die Resolution ermöglicht ein rechtlich sicheres Verfahren, das den Artenschutz bei der notwendigen Erweiterung der Windenergie weiterhin berücksichtigt”, erklärte der Bundesumweltminister. Weitere gemeinsame Vorschriften müssten nun auch für die Nachrüstung bestehender Windkraftanlagen ausgearbeitet werden, die als Repowering bezeichnet werden.

Bedenken hinsichtlich des Artenschutzes sowie andere Probleme wie die Mindestentfernung zu Wohngebieten sind ein Hauptgrund dafür, dass der Ausbau der Windenergie in den letzten Jahren nicht in dem für die Energiewende erforderlichen Ausmaß fortgeschritten ist.

In den meisten Fällen spielt der Tod von Vögeln in Windmühlen eine untergeordnete Rolle für den Artenschutz. Bei einigen Arten wie dem Rotmilan sind die Probleme jedoch schwerwiegender, wie dies bei bestimmten Fledermausarten der Fall ist. Das Thema ist auch in Umweltverbänden manchmal sehr kontrovers.

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