Länder, die wegen langsamer Impfung kritisiert werden, beginnen ⋆ Nürnberger Blatt

Symbolisches Bild: Spritze mit medizinischer Substanz / Impfung

Nach dem langsamen Beginn der Koronaimpfungen in Deutschland wurden an die Länder Forderungen gestellt, die Terminplanung zu verbessern. Insbesondere diejenigen, die derzeit Anspruch auf Impfungen haben, sollten in der Lage sein, ihren Termin ohne weitere Unterstützung zuverlässig zu erhalten “, erklärt die Patientenvertreterin der Bundesregierung, Claudia Schmidtke. Frank Ulrich Montgomery, Chef der World Medical Association, kritisierte die unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Bundesländern. Die EU bestellte 300 Millionen zusätzliche Dosen bei Biontech und Pfizer.

“Es war eine bewusste Entscheidung der Bundesländer, die Zuteilung von Impfterminen in eigener Verantwortung zu regeln”, erklärte Schmidtke. “Infolgedessen erleben die Menschen jetzt völlig andere, manchmal sehr komplexe Arten, Termine zu vereinbaren.” Dies ist insbesondere für die ältere Zielgruppe nicht verständlich. Dies führt zu Unverständnis und vermeidbarem Stress.

Montgomery teilte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ am Freitag mit, dass er die Terminverteilung über die allgemeine Nummer 116117 für „schlecht geregelt“ halte. Von Anfang an sollte es einen bundesweit identischen Weg zu Impfterminen per Telefon und Internetplattform geben. Die Länder haben sich nicht so gut organisiert, wie sich jetzt herausstellt. Gleichzeitig verteidigte Montgomery den Bundesgesundheitsminister gegen anhaltende Kritik. “Jens Spahn ist nicht schuld am Fehlen des Impfstoffs.”

Auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) verteidigte Gesundheitsminister Spahn gegen Kritik. “Als Gesundheitsminister hat Jens Spahn Deutschland bisher sicher und zuversichtlich durch die Krise geführt”, sagte er der Zeitschrift “Focus”.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (CDU) verteidigte dagegen den Katalog von Fragen, die er Spahn zur Beschaffung von Impfstoffen vorgelegt hatte. Es gibt keine Fragen in der Pandemie, die nicht gestellt werden sollten und nicht beantwortet werden müssen, sagte er zu Beginn der Sitzung der SPD-Fraktion.

Spahn war kritisiert worden, keine Impfstoffe mehr bei Biontech und Pfizer für Deutschland bestellt zu haben. Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitag sagte, hat die EU 300 Millionen weitere Impfstoffdosen erhalten. Die ersten 75 Millionen davon würden ab dem zweiten Quartal dieses Jahres geliefert, der Rest bis Ende des Jahres. Dies bedeutet, dass insgesamt 600 Millionen Dosen des Serums bestellt werden. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) gab an, dass sechs Dosen von einer Ampulle des Präparats anstelle der zuvor genehmigten fünf erhalten werden können.

Von der Leyen kritisierte die gesonderte Anordnung der Bundesregierung für zusätzliche Biontech-Impfstoffe. Alle EU-Staaten haben “rechtsverbindlich” vereinbart, nur gemeinsam Impfstoffe zu bestellen. Es könnte daher „keine parallelen Verhandlungen, keine parallelen Verträge“ geben. Das Bundesgesundheitsministerium gab im Dezember bekannt, dass Berlin zusätzlich zu EU-Bestellungen weitere 30 Millionen Dosen bei Biontech und seinem US-Partner Pfizer bestellt habe.

Die Zahl der vom Robert Koch-Institut registrierten Koronaimpfungen stieg von Donnerstag bis Freitag um 50.938 auf 476.959. Der von Biontech entwickelte Corona-Impfstoff wirkt offenbar auch gegen die neuen Virusmutationen aus Großbritannien und Südafrika. Beide Unternehmen gaben dies am Freitag in Mainz und New York unter Bezugnahme auf die ersten Studienergebnisse bekannt. Der Wirkstoff “neutralisierte” das modifizierte Virus effizient.

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