Kritik am verschobenen Beschluss des Ministerpräsidenten zu Veranstaltungen ⋆ Nürnberger Blatt

Open-Air-Event – Bild: Colour_Your_Life via Twenty20

Nach der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag gab es Kritik an der verschobenen Entscheidung über die Durchführbarkeit von Groß- und Sportveranstaltungen. Es wäre “wünschenswert” gewesen, wenn sich Bund und Länder auf einen gemeinsamen Fahrplan geeinigt hätten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der “Rheinischen Post” (Freitagsausgabe). Linken-Fraktionschef Dietmar Barsch bezeichnete die Ministerpräsidentenkonferenz als “Bremsklotz auf dem Weg zur Normalität”.

Die Ministerpräsidenten haben sich am Donnerstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) getroffen. Merkel sagte daraufhin, die Staatskanzleichefs der Länder würden nun über die Frage von Groß- und Sportveranstaltungen diskutieren. Hier sind in naher Zukunft alle vier Wochen Treffen geplant.

Landsberg forderte hingegen, dass sich die Länder „schnell auf eine gemeinsame und möglichst einheitliche Linie einigen“. Sonst drohe ein „Flickenteppich, der den Menschen vor Ort in den Kommunen nicht mehr erklärt werden kann“. Insgesamt müsse es bei einer weiteren positiven Entwicklung der Inzidenz- und Impfkampagne bald weitere Öffnungen für den Veranstaltungsbereich geben, sagte Landsberg der „Rheinischen Post“.

Der Linkspolitiker Barsch bezeichnet die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz für die Veranstaltungsbranche als “große Enttäuschung”. „Die Menschen brauchen einen Fahrplan und eine Perspektive über den Sommer hinaus“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgabe). Wenn die Impfkampagne beendet ist, muss sie auch komplett geöffnet werden können.

Der Präsident der Bezirksversammlung, Reinhard Sager, lehnte Großveranstaltungen wie Musikfestivals zumindest vorerst ab. „In der aktuellen Situation mitten in der Impfkampagne zum Beispiel können wir uns nicht vorstellen, in naher Zukunft Musikfestivals wie Rock am Ring, Southside oder Rock im Park mit über 60.000 Besuchern zu ermöglichen“, sagte Sager den Funke-Zeitungen. Weitere Öffnungen seien vor allem „an der frischen Luft“, „in Zahlengrenzen“ und „mit Hygienekonzept und Abstandsregeln“ möglich.

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