“Kriminelle Aktivität” bei Wirecard offenbar nicht durch ⋆ Nürnberger Blatt gesehen

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Wirecard – Bild: Kaethe17 /. CC BY-SA

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat der deutschen Finanzaufsichtsbehörde Bafin die gemeinsame Verantwortung für den Wirecard-Skandal übertragen. “Leider hat die Finanzaufsichtsbehörde die anscheinend kriminellen Aktivitäten bei Wirecard nicht durchschaut”, sagte Scholz von der Süddeutschen Zeitung (Montagausgabe). Infolgedessen wird die Bafin organisatorisch und personell umstrukturiert. “Das darf nicht noch einmal passieren, wir wollen eine Finanzaufsicht mit mehr Biss”, sagte der SPD-Politiker.

Am Freitag wurde bekannt, dass Bafin-Chef Felix Hufeld und Vizepräsidentin Elisabeth Roegele die Behörde verlassen. Der Bafin wurde nach dem Wirecard-Skandal heftig kritisiert. Der Zahlungsdienstleister, der im Juni Insolvenz anmelden musste, soll seine Bilanzen jahrelang gefälscht haben. Kritiker werfen der Behörde vor, betrügerische Berichte bei Wirecard lange Zeit nicht entschlossen genug untersucht zu haben. Auch Scholz steht wegen des Skandals unter Druck.

Für die Süddeutsche Zeitung schloss der Finanzminister Konsequenzen für sich aus. “Ganz sicher, ja”, sagte er, als er gefragt wurde. “Das Bundesfinanzministerium hat in dieser Angelegenheit von Anfang an mit maximaler Transparenz gehandelt”, sagte Scholz mit Überzeugung.

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