Krankenpfleger warnt vor Massenexodus aus dem Krankenpflegeberuf ⋆ Nürnberger Blatt

Krankenschwester – Bild: CapturedMoments9193 über Twenty20

Der Vertreter der Bundesregierung für Krankenpflege, Andreas Westerfellhaus, warnt vor einem Massenexodus aus dem Krankenpflegeberuf angesichts der schlechten Arbeitsbedingungen. “Wenn wir die Dinge nicht schnell ändern, riskieren wir, den Beruf massiv zu verlassen”, sagte Westerfellhaus am Donnerstag gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Krankenschwestern sind nach mehr als einem Jahr ständigen Stresses in der Pandemie körperlich und geistig erschöpft. Viele suchen nach Karrierealternativen.

Es gibt bereits Anzeichen dafür, dass Tausende von Krankenschwestern in Krankenhäusern und Altenpflege im vergangenen Jahr aufgehört haben, sagte Westerfellhaus. “Viele haben das Vertrauen in die Politik verloren, dass sich die Situation grundlegend ändert.”

“Wenn Sie aufgrund von engen Arbeitsplänen und Personalmangel immer wieder von freien Tagen oder sogar aus dem Urlaub zurückgerufen werden, wenn Sie ständig das Gefühl haben, dass Sie Ihren eigenen Anforderungen an den Job niemals gerecht werden können, weil Sie nur gehetzt werden müssen.” Das zermürbt Sie, Mitarbeiter “, sagte Westerfellhaus. Es gibt ein„ Gefühl der Ohnmacht “, betonte er.

Westerfellhaus forderte Personalschlüssel, die auf dem tatsächlichen Pflegebedarf und der Leistung der Pflegekräfte basieren, “mit vorhersehbaren Arbeitszeiten und ohne Eile”. Dies gilt sowohl für Kranke als auch für ältere Menschen.

Eine bessere Bezahlung ist ebenfalls notwendig. Westerfellhaus sagte: “Ich möchte keine konkreten Zahlen nennen, aber der Trend ist richtig.” Er fügte hinzu: „Wenn sich Tarifpartner jetzt gegenseitig dafür loben, dass sie einen haben Wenn Sie einer Lohnerhöhung von 70 Euro zugestimmt haben, ist das wirklich lächerlich. Was jetzt gebraucht wird, ist eine „wirklich starke Steigerung“.

Darüber hinaus bat der autorisierte Betreuer um mehr Fähigkeiten für die Betreuer. “Registrierte Krankenschwestern können nach ihrer dreijährigen Ausbildung viel tun, fühlen sich aber oft zu Arzthelfern degradiert”, sagte er. Sie sind in der Lage, Infusionen zu verabreichen, Wunden zu versorgen oder die Entwöhnung der Beatmung zu kontrollieren.

“Die Ärzte müssen endlich ihren Widerstand gegen die Übertragung von Aufgaben an das Pflegepersonal aufgeben”, forderte Westerfellhaus. “Man muss verstehen, dass eine umfassende Versorgung auch in ländlichen Regionen nur mit einer vernünftigen Arbeitsteilung zwischen Ärzten und Krankenschwestern erreicht werden kann.”

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